Fußball

Tränen und Freudenschluchzer Stuttgart steigt ab, Bremen erlöst sich

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Der VfB Stuttgart ist zum zweiten Mal nach 1975 direkt abgestiegen.

(Foto: dpa)

Der große Verlierer im Abstiegsdreikampf der Fußball-Bundesliga ist der VfB Stuttgart, wie Hannover 96 steigt er direkt in die 2. Liga ab. Der große Sieger heißt Werder Bremen, das sich gegen Frankfurt dramatisch rettet und der Eintracht die Relegation beschert.

Der VfB Stuttgart muss zum zweiten Mal nach 1975 aus der Fußball-Bundesliga absteigen. Der fünfmalige deutsche Meister verlor am 34. und letzten Bundesliga-Spieltag beim VfL Wolfsburg mit 1:3 (0:2) und muss gemeinsam mit Hannover 96 in die 2. Liga. Um noch die Rettung schaffen zu können, hätte der VfB zwingend gewinnen müssen. Zum großen Gewinner im Abstiegsdreikampf wurde Werder Bremen, das sein "Endspiel" gegen Eintracht Frankfurt mit 1:0 (1:0) gewann und die Hessen dadurch noch in die Relegation stürzte.

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Unsterblich in Bremen: Papy Djilobodji.

(Foto: imago/osnapix)

Zum Bremer Helden wurde Verteidiger Papy Djilobodji. Er stocherte den Ball in der 88. Minuten nach einem Freistoß über die Linie und sorgte für eine Eruption der Emotionen an der Weser. Am Ende feierte Bremen diesen Sieg wie eine Meisterschaft.

Die Eintracht muss nun in zwei Spielen am 19. und 23. Mai gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg weiter um den Ligaverbleib kämpfen. Neun Punkte in den letzten vier Saisonspielen waren für eine vorzeitige Rettung nicht genug. Immerhin blieb den noch vor vier Wochen weit abgeschlagen auf Platz 17 stehenden Frankfurtern der direkte Abstieg erspart.

Der ereilte dafür den VfB Stuttgart. In Wolfsburg besiegelten Maximilian Arnold (11.) und  André Schürrle (29./90.+2) mit ihren Toren für Wolfsburg die sechste Pleite in Serie für das Team von Trainer Jürgen Kramny, der vor einer ungewissen Zukunft bei den Schwaben steht. Der zukünftige Wolfsburger Daniel Didavi traf per Freistoß (78.) zum Ehrentreffer der Schwaben.

Schon zur Halbzeit pfiffen die mehreren tausend mitgereisten Stuttgarter Anhänger ihr Team lautstark aus. Die Unterstützung hatten die enttäuschten Fans bereits während der ersten Halbzeit aufgegeben. Schon nach dem 1:3 am 33. Spieltag gegen Mainz waren die erbosten VfB-Anhänger auf den Platz gestürmt und hatten für Tumulte gesorgt. Diesmal beließen sie es bei Transparenten, die sie zu Beginn der zweiten Hälfte ausrollten und damit die Clubführung angriffen.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa