Fußball

Holstein Kiels Höhenflug hält an Union Berlin verhindert erste Niederlage

665bc5800e591ff214b6d04c9ae8dcec.jpg

Nur Unentschieden beim Aufsteiger: Der 1. FC Union Berlin erkämpft sich immerhin noch einen Punkt in Magdeburg.

(Foto: imago/Contrast)

Die Aufstiegsfavoriten Hamburger SV und 1. FC Köln ziehen in der 2. Fußball-Bundesliga davon - weil der 1. FC Union Berlin in Magdeburg nicht über ein Remis herauskommt. Währenddessen pirscht sich Holstein Kiel bis auf einen Punkt an die Berliner heran.

1. FC Magdeburg - 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0)

Union Berlin hat im Ostderby seine erste Saisonniederlage mit Mühe verhindert. Die Eisernen erkämpften sich beim einstigen DDR-Oberliga-Rivalen 1. FC Magdeburg ein 1:1 (0:1) und verteidigten damit erfolgreich ihren dritten Tabellenplatz in der 2. Fußball-Bundesliga.
Der eingewechselte Akaki Gogia erzielte in der 65. Minute den Ausgleichstreffer, nachdem Stürmer Christian Beck den FCM mit seinem bereits achten Saisontreffer (39.) in Führung gebracht hatte. Magdeburg muss weiter auf den ersten Erfolg unter Trainer Michael Oenning sowie den ersten Heimsieg seit dem Aufstieg in diesem Jahr warten.

"Wenn wir die richtige Einstellung finden, dann haben wir immer eine Chance, Punkte mitzunehmen", hatte Union-Trainer Urs Fischer vor dem Anpfiff gesagt. Doch die Berliner fanden lange Zeit keinen Zugriff, die Magdeburger agierten wacher und entschlussfreudiger. Symptomatisch war der 1:0-Führungstreffer durch Torjäger Beck, der gedanklich und körperlich schneller war als seine Gegenspieler und sehenswert mit einem Lupfer abschloss.
Erst nach dem Seitenwechsel präsentierten die Gäste eine andere Körpersprache, vor allem die eingewechselten Spieler wie Gogia brachten viel Schwung.

Dynamo Dresden - Holstein Kiel 0:2 (0:2)

b31a01dfec8d088af3162d5a2e05207a.jpg

Alexander Mühling lässt sich feiern: Er leitet mit seinem 1:0 den Sieg der Kieler in Dresden ein.

(Foto: imago/Eibner)

Holstein Kiel hat seinen Höhenflug fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter siegte bei Dynamo Dresden mit 2:0 (2:0) und pirschte sich durch den dritten Dreier in Serie ganz dicht an den Relegationsplatz heran. Alexander Mühling (8.) und Mathias Honsak (21.) trafen für die Störche, die zum siebten Mal nacheinander unbesiegt blieben. Dresden verliert dagegen allmählich den Anschluss an die Spitzengruppe. Das Team von Maik Walpurgis liegt inzwischen fünf Punkte hinter dem neuen Tabellenvierten aus Kiel.

Dabei hatte Dynamo zunächst deutlich mehr vom Spiel. Doch während die Gastgeber in der Anfangsphase etliche Chancen vergaben, zeigte sich Kiel hoch effizient und erzielte bei zwei Möglichkeiten zwei Tore. Erst nutzte Mühling einen Schnitzer von Dresdens Torhüter Markus Schubert, der eine Flanke völlig falsch einschätzte, per Kopf zur frühen Führung. Dann staubte Honsak nach einem Abpraller zum 2:0 ab. In der Folge verpuffte der Dresdner Offensiv-Elan vor 26.407 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion erst einmal. Kiel übernahm zunehmend das Kommando, versäumte es jedoch nachzulegen. Da Holstein-Keeper Kenneth Kronholm im zweiten Abschnitt mehrmals stark parierte, geriet der Sieg der Gäste aber nicht mehr in Gefahr.

Arminia Bielefeld - SV Sandhausen 1:1 (0:0)

Kein Sieger im Kellerduell auf der Alm: Arminia Bielefeld und der SV Sandhausen treten im Abstiegskampf auf der Stelle. Das 1:1 (0:0) mit nur wenigen Höhepunkten war für die Ostwestfalen das neunte Ligaspiel in Folge ohne Sieg, Sandhausen wartet seit nun sieben Pflichtspielen auf ein Erfolgserlebnis und bleibt Vorletzter. Fabian Schleusener (46.) erzielte die Führung für den SVS unmittelbar nach der Halbzeitpause und aus stark abseitsverdächtiger Position. Andreas Voglsammer (79.) gelang der verdiente Ausgleich.

Der von Sandhausens Trainer Uwe Koschinat prognostizierte "brutale Kampf" vor 14.093 Zuschauern auf der Alm fand ohne Bielefelds Kapitän Julian Börner statt, der aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader stand. Die Hintergründe wurden nicht bekannt. Dennoch erarbeiteten sich die Gastgeber in der Anfangsphase leichte Vorteile.
Bielefelds Coach Jeff Saibene vertraute der gleichen "Derby-Elf", die in der Vorwoche ein 2:2 beim SC Paderborn geholt hatte. Gegen die dicht verteidigenden Gäste fehlten aber oft Tempo und Präzision. Auf der Gegenseite brachten auch die SVS-Angriffsversuche in der ersten Halbzeit nichts ein. Nach Schleuseners Blitzstart in den zweiten Durchgang rettete Sandhausens Torwart Marcel Schuhen gegen Manuel Prietl (56.), Patrick Weihrauch (59.) und Tom Schütz (74.), ehe Voglsammer doch noch traf.

Quelle: n-tv.de, ara/sid

Mehr zum Thema