Olympia

Krankenhäuser der Topathleten Hier werden deutsche Olympioniken geboren

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Hannawald holte 2002 mit dem Team Gold, Dahlmeier sicherte sich zweimal Gold in Pyeongchang und Neuner gewann zweimal Gold 2010.

(Foto: Collage: imago/dpa)

Deutschlands Erfolgsathleten haben mehr als den Sport gemeinsam. In nur zwei Kliniken wurden insgesamt sechs Medaillensieger geboren. Die Olympia-Schmieden in Sachen Geburtshilfe liegen in Sachsen und Bayern.

Deutschlands Schmiede für Olympia-Sieger beginnt offenbar schon mit der Geburt. Einem Medienbericht zufolge wurden sechs Medaillengewinner und zwei Top-Athleten an denselben Orten geboren. Vier Olympioniken kamen im erzgebirgischen Erlabrunn zur Welt, die anderen vier in Garmisch-Partenkirchen, meldet die "Bild"-Zeitung.

Zu Bayerns olympischen Goldkindern zählen die Biathletinnen Laura Dahlmeier (zweimal Gold, einmal Bronze) und Magdalena Neuner (zweimal Gold, einmal Silber) sowie Alpin-Spezialistin Maria Höfl-Riesch (dreimal Gold, einmal Silber). Skirennfahrer Thomas Dreßen konnte zwar bisher keine Olympia-Medaille gewinnen, wurde in Pyeongchang aber Fünfter in der Abfahrt und gilt als eines der großen deutschen Talente im Ski-Alpin-Sport. Neuner brachte zudem ihre zwei Kinder dort zur Welt.

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Das Krankenhaus Erlabrunn ist eine gute Adresse für olympisch anspruchsvolle Eltern.

(Foto: dpa)

Das Krankenhaus in Garmisch-Partenkirchen kümmert sich aber auch nach der Geburt noch um die Spitzensportler und kooperiert mit dem Olympiastützpunkt Bayern. 35 Athleten aus verschiedenen Disziplinen wie Ski alpin, Langlauf, Biathlon oder Eiskunstlauf lassen sich derzeit dort versorgen, berichtet der Münchener "Merkur".

Sachsens Skisprung-Schmiede

Die sächsische Klinik Erlabrunn ist die Heimat der Skisprung-Asse: Dort erblickten Sven Hannawald (einmal Gold, zweimal Silber), Jens Weißflog (dreimal Gold, einmal Silber) sowie Björn Kircheisen (dreimal Silber, einmal Bronze) das Licht der Welt. Auch der bisher bei Olympia ohne Medaille gebliebene Richard Freitag wurde in Erlabrunn auf die Welt geholt.

Das Krankenhaus im Erzgebirge ist stolz auf seine erfolgreichen Sprösslinge: "Dass aus unseren Babys erfolgreiche Sportler werden, macht uns eine große Freude", sagt Constanze Fisch, Geschäftsführerin der Klinik Erlabrunn. Etwa 400 Mütter entbinden jährlich in der Klinik - und alle 15 Jahre scheint dann auch ein großer Skisprung-Champion dabei zu sein.

"Es ist eine schöne Geschichte", sagt Richard Freitag. Auch seine Eltern sind der Klinik eng verbunden: Der Vater arbeitet dort als Orthopäde, die Mutter war als Krankenschwester tätig. Schwester Selina Freitag wurde 2001 in Erlabrunn geboren und ist ebenfalls Skispringerin. Sie könnte bei den Olympischen Spielen 2022 eventuell dabei sein. Für das Krankenhaus sind die erfolgreichen Sportler ein Aushängeschild, auch wenn nicht direkt damit geworben wird.

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Quelle: n-tv.de, lsc/dpa

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