Technik

Höchste Priorität im Konzern Apple-Brille soll im Frühjahr Premiere feiern

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Erstaunlich ist, dass bisher noch keine Fotos oder Konstruktionszeichnungen der "Apple Reality Pro" aufgetaucht sind.

(Foto: IMAGO/Panthermedia)

Zwei zuverlässige Quellen berichten unabhängig voneinander, Apple werde im Frühjahr seine erste Datenbrille vorstellen. Das Unternehmen gewährt dem AV-VR-Headset offenbar höchste Priorität und lässt dafür sogar die Entwicklung von iOS 17 schleifen.

Bei der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) waren Virtuelle (VR) und Erweiterte Realität (AR) große Themen. Zahlreiche Unternehmen stellten Beiträge zu Metas geplanten Metaverse vor, HTC präsentierte mit der Vive XR Elite ein neues High-End-Headset. Damit steigt auch der Druck auf Apple, denn der Konzern betont schon seit mehreren Jahren die Bedeutung der Technologie, hat aber bisher noch nicht geliefert.

Zuletzt hieß es, Tim Cook & Co. würden in diesem Januar eine erste Datenbrille vorstellen, doch zwei zuverlässigen Quellen zufolge feiert das Gerät erst im Laufe des Frühjahrs Premiere. Und das, obwohl Apple offenbar enorm Druck macht.

Massive Probleme bei Komponenten und Software

Hauptgrund für die erneute Verzögerung sind laut dem treffsicheren Analysten Ming-Chi Kuo massive Probleme bei der Entwicklung. Mechanische Komponenten versagten bei Falltests, und es fehlten Werkzeuge zur Softwareentwicklung. Die Massenproduktion könne voraussichtlich erst Ende des zweiten Quartals oder im dritten Quartal 2023 starten. Wahrscheinlich werde Apple deshalb das Headset erst im Frühjahr bei einem speziellen Event oder im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz WWDC Anfang Juni präsentieren.

Apple-Kenner Mark Gurman von "Bloomberg" hat sich gestern Kuos Prognose angeschlossen. Er geht davon aus, dass Tim Cook die Brille noch vor dem WWDC veröffentlichen wird, vermutlich unter dem Namen "Reality Pro". Seine Quellen berichteten, Apple habe einigen hochkarätigen Entwicklern bereits Geräte zukommen lassen, um einige Apps demonstrieren zu können, so Gurman.

Entwickler zuerst

Zunächst soll die Datenbrille dann auch nur weiteren Entwicklern zugänglich sein, um das Ökosystem zu erweitern. Das Betriebssystem des Headsets werde intern noch "Borealis" genannt, später solle es xrOS heißen. Der Verkauf des Headsets starte erst im Laufe des Herbsts, prognostiziert Gurman.

Auch er schreibt über noch viele Probleme bei Hard- und Software sowie Diensten, die Apple noch lösen müsse. Außerdem seien Vermarktung und Verkauf noch nicht geklärt. Trotzdem sei die Brille für das Unternehmen das wichtigste Produkt des Jahres und habe damit oberste Priorität. Dafür habe Apple sogar Hard- und Software-Ingenieure sowie Geld aus anderen Abteilungen abgezogen, so Gurman.

Apple setzt fast alles auf die Brille

Entsprechend langweilig sollen sich weitere Produktneuheiten in diesem Jahr gestalten. Unter anderem erhielten die kommenden MacBooks Pro bei unverändertem Design lediglich neue Chips, eine High-End-Konfiguration des Mac Pro sei gestrichen worden und auch sonst sei bis auf ein mögliches 15-Zoll-MacBook Air bei den Macs 2023 nicht viel zu erwarten, schreibt Gurman.

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Ähnlich fallen seine Prognosen für iPads, Apple Watch, AirPods, Homepod oder Apple TV aus. Und bei den Betriebssystemen konzentriert sich das Unternehmen angeblich ebenfalls voll und ganz auf xrOS. Bei iOS 17 oder iPad OS 17 hielten sich die Neuerungen daher möglicherweise sehr in Grenzen.

Immerhin könnte die Hardware der kommenden iPhones beeindruckend sein, schreibt Gurman. Unter anderem habe man ihm gesagt, alle vier Modelle erhielten Displays mit dem "Dynamic Island", und die Pro-Modelle sollen Titan- statt Stahlrahmen und haptische Lautstärke-Tasten haben.

Quelle: ntv.de, kwe

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