Technik

Schon 6,4 Millionen Downloads Corona-Warn-App feiert "starken Start"

Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto wirkungsvoller ist sie. Das scheinen sich viele Bundesbürger zu Herzen zu nehmen: Innerhalb von 24 Stunden drücken mehr als sechs Millionen auf "Herunterladen". Gesundheitsminister Spahn hofft, dass viele weitere nachziehen.

Die Corona-Warn-App des Bundes stößt zu ihrem Start auf eine überraschend hohe Resonanz. Seit sie am Dienstagmorgen freigeschaltet wurde, haben sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums mehr als 6,4 Millionen Menschen die App heruntergeladen. "Das sind weit über sechs Millionen Gründe, warum das Coronavirus künftig weniger Chancen hat", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Jeder Einzelne, der die App nutze, mache einen Unterschied. "Dieser starke Start sollte noch mehr Bürger motivieren, mitzumachen. Denn Corona eindämmen, das ist ein Teamspiel."

Die Anwendung soll das Nachverfolgen von Corona-Infektionen leichter und schneller machen. Dafür misst sie, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich freiwillig - auch ohne Symptome - auf Kassenkosten testen lassen. Kontaktdaten werden nicht zentral gespeichert, sondern nur jeweils auf den Smartphones.

Die Gesamtkosten der App sollen bis Ende 2021 bei mehr als 69 Millionen Euro liegen. Das hat das Bundesfinanzministerium auf eine Anfrage des Linken-Finanzpolitikers Victor Perli geantwortet. Demnach betragen die Entwicklungskosten wie bereits von der Bundesregierung angegeben rund 20 Millionen Euro. Diese werden an die Deutsche Telekom und SAP gezahlt.

Für den laufenden Betrieb erhält die Telekom noch einmal rund 43 Millionen Euro. Damit sollen bis Ende des kommenden Jahres die Kosten für die Wartung der App, den Betrieb des Servers, die Infrastruktur, die IT-Security, das Netzwerk und für die Hotline gedeckt werden. Außerdem sind 3,5 Millionen Euro an die Agentur Carat für die Kommunikation gezahlt worden, heißt es in dem Schreiben vom 15. Juni. Das Digitale Lagezentrum soll knapp drei Millionen Euro kosten.

Quelle: ntv.de, chr/dpa/rts