Technik

ntv in der Bubble und mehrDas sind die Neuheiten von Android 17 und den Juni-Drops

17.06.2026, 20:07 Uhr
imageVon Klaus Wedekind
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Zunächst erhalten kompatible Pixel-Geräte das Update auf Android 17. (Foto: kwe)

Google veröffentlicht Android 17 und Neuerungen, die zunächst nur Pixel-Geräte erhalten. Aber auch alle anderen Android-Nutzer dürfen sich über Verbesserungen und neue Funktionen freuen, die mit dem Juni-Drop kommen.

Ohne große Show hat Google Android 17 veröffentlicht. Das neue Betriebssystem steht zunächst für Pixel-Geräte zur Verfügung. Samsung-Smartphones sind wahrscheinlich in Kürze mit im Update-Boot, weitere Hersteller benötigen etwas mehr Zeit. Das Update ist nicht so spektakulär, wie es neue Android-Versionen früher einmal waren. Das liegt unter anderem daran, dass das System ausgereift ist und Stabilität und Kontinuität wichtiger als ein Feuerwerk an neuen Funktionen sind. Außerdem konzentriert sich Google auf künstliche Intelligenz - egal, ob Nutzerinnen und Nutzer das wünschen oder nicht.

Android 17 bringt trotzdem einige interessante neue Funktionen mit, die auch für KI-Muffel nützlich sind. Einige Neuerungen erhalten die Geräte auch gesondert über den sogenannten Pixel-Drop, alle anderen Geräte versorgt Google mit dem Android-Drop. Hier die wichtigsten Veränderungen:

App-Bubbles

Die wahrscheinlich nützlichste Neuerung ist Multitasking mit Bubbles. Wenn man auf dem Homescreen länger auf ein App-Symbol drückt, hat man im aufklappenden Menü die Option, die Anwendung in ein schwebendes Fenster zu verwandeln. Tippt man erneut auf den Homescreen oder das Symbol, reduziert es sich auf normale Größe, bleibt aber für den Schnellzugriff an der Seite als "Blase" erhalten - auch wenn eine andere App geöffnet ist.

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Hier eine geöffnete Bubble-Sammlung. (Foto: kwe)

Man kann mehrere Bubbles anlegen und die Positionierung an der Seite frei wählen, bei Geräten mit großem Display docken sie in einer speziellen Leiste am unteren Bildschirmrand an. Möchte man sie schließen, zieht man ein Symbol oder eine Gruppe nach unten auf ein aufpoppendes X-Symbol. Hat man mehrere Bubbles angelegt, kann man in der Übersicht über ein Plus-Zeichen bequem weitere hinzufügen ohne jedes Mal lange auf ein App-Symbol zu tippen.

Bildschirm-Reaktionen

Nutzerinnen und Nutzer, die in sozialen Netzwerken aktiv sind, werden die neuen Bildschirm-Reaktionen vielleicht noch mehr zu schätzen wissen als die Bubbles. Denn mit Android 17 erhalten sie eine extrem unkomplizierte Möglichkeit, bewegte oder unbewegte Inhalte mit einem kleinen Selfie-Video zu versehen. Cool ist, dass man nicht in einem Fenster, sondern freigestellt eingeblendet wird, als habe man einen Greenscreen verwendet.

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Was für eine wunderbare Funktion für Selbstdarsteller! (Foto: kwe)

Dazu ruft man die Schnelleinstellungen auf, indem man mit dem Finger vom oberen Bildschirmrand nach unten streicht. Dort wählt man die Kachel "Bildschirmaufzeichnung". Gegebenenfalls muss man sie erst noch hinzufügen, das klappt über das Bleistift-Symbol zum Bearbeiten. Im Menü der Schnelleinstellung tippt man dann auf "Selfie-Kamera" und kann loslegen.

Möglicherweise sieht man die Funktion nach der Aktualisierung nicht sofort, auf einem Gerät von ntv.de fehlt sie beispielsweise noch, auf einem anderen ist sie nach ein paar Stunden aufgetaucht.

Spielen auf Falt-Geräten

Eine Funktion, die Google hervorhebt, betrifft ausschließlich Falt-Smartphones. Auf ihnen kann man jetzt die untere Hälfte mit einem dynamischen Gamepad belegen, wenn das Gerät im 90-Grad-Winkel geklappt ist. Außerdem soll die Darstellung bei Spielen durch eine Speicherbereinigung flüssiger sein.

Verbesserte Sicherheitsfunktionen

Sehr erfreulich ist, dass Google mit Android 17 die Sicherheit weiter verbessert. Unter anderem kann man jetzt einer App in einem aufpoppendem Fenster nur vorübergehend Zugriff auf den genauen Standort gewähren. Ebenso lassen sich nur bestimmte Kontakte, statt des gesamten Adressbuchs, freigeben.

In "Mein Gerät finden" kann man ein vermisstes Smartphone mit biometrischen Daten sperren, damit Diebe nicht auf Informationen oder Schnelleinstellungen zugreifen oder die Ortung deaktivieren können. Es nützt ihnen dann auch nichts, wenn sie den Passcode ausspioniert haben. Die KI-gestützte Echtzeit-Bedrohungserkennung wurde ebenfalls optimiert. Sie erkennt und blockiert jetzt mehr verdächtige Apps und Betrugsversuche.

Dies und das

Wer möchte, kann jetzt unter App-Symbolen auf dem Homescreen die Namen ausblenden. Wichtiger ist, dass für Anwendungen ab sofort ein Arbeitsspeicher-Limit gilt, damit sie nicht zu viel RAM belegen. Damit sollen Gesamtleistung und Laufzeit der Geräte verbessert werden. Praktisch ist, dass die Systemeinstellungen durch eine neue Gliederung übersichtlicher als bei Android 16 sind. Das gilt auch für andere Bereiche der Einstellungen.

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Der Lautstärkeregler hat neue Einstellungen. (Foto: kwe)

Eine kleine, aber feine Verbesserung sind die Einstellungen, die man sieht, wenn man die Lautstärke-Taste drückt. Nicht nur das Symbol hat sich verändert, man kann jetzt auch direkt automatische Untertitel einschalten oder deaktivieren. Ebenso nützlich ist, dass mobiles Internet in den Schnelleinstellungen eine eigene Kachel erhalten hat. Aus "Internet" wurde "WLAN". Ebenfalls neu ist bei Geräten, die die Funktion unterstützen, eine eigene Satelliten-SOS-Kachel.

Pixel-Drop

Nachdem es zuvor bereits in anderen Weltregionen zur Verfügung gestanden hatte, kann man jetzt auch in Deutschland in der Google-Fotos-App Bilder per Prompt bearbeiten. Die Funktion hat den wunderschönen Denglish-Namen "Mit Ask fragen". Statt selbst tätig zu werden oder zu schreiben, was man möchte, diktiert man der Gemini-KI einfach, was man ändern möchte. Ebenso kann man nach Fotos in Sammlungen suchen.

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Sieht doch besser aus als auf einem Herd, oder? (Foto: kwe)

Laut Google kommt auch die Möglichkeit, die KI Musik anhand hochgeladener Fotos und/oder einer Beschreibung erstellen zu lassen. Auf Geräten von ntv.de gibt es die Option "Musik erstellen" in der Gemini-App bisher nicht. Ähnliches gilt für die Videobearbeitung. Allerdings benötigt man dafür zusätzlich ein Pro-Konto und muss auf das Omni-Modell warten.

Android-Drop

Auch für ältere Android-Versionen kommt eine wichtige Sicherheitsverbesserung, da diese Art von Betrug zunimmt: Googles Telefon-App kann jetzt überprüfen, ob ein Anruf tatsächlich vom Gerät eines Kontakts kommt. Wenn ein Betrüger so tut, als würde er von einer Nummer anrufen, die man kennt, erhält man eine Warnung.

Google mag es, wenn Nutzer mit seinen Funktionen einkaufen. Deshalb kann man jetzt mit "Circle to Search" Modefotos einkreisen, um Vorschläge zu sehen, wo man die Einzelteile des Outfits shoppen kann.

Die Notfall-App "Persönliche Sicherheit" bringt Funktionen für Kinder unter 13 Jahren. Sie zeigt auf Wunsch ihre medizinischen und Notfallkontakte an. Kinder können jetzt auch die Notfallerkennung aktivieren, die bei einem erkannten Unfall Hilfe ruft sowie eingetragene Kontakte per SMS informiert und ihnen den Standort mitteilt.

Quelle: ntv.de

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