Das Falt-iPhone - und was noch?iOS 27 und macOS 27 verraten kommende Apple-Geräte

Experten schauen sich die Vorab-Versionen von iOS 27 und macOS 27 genauer an und finden darin eindeutige Hinweise auf bisher noch nicht veröffentlichte, teilweise völlig neue Apple-Geräte. Das faltbare iPhone ist eines davon, das andere ein Computer, der Steve Jobs vermutlich nicht gefallen hätte.
Neue, kommende Betriebssystem haben in der Vergangenheit immer wieder Hinweise auf kommende Geräte enthalten, die bisher nicht auf dem Markt waren. Das sind etwa nicht verwendete Display-Formate, -Größen oder -Auflösungen, aber auch Decknamen, die sich im Quellcode "verstecken". Auch bei Apple ist das immer wieder der Fall. Unter anderem verriet 2025 eine iOS-26-Beta das iPhone Air. So ist es keine Überraschung, dass Experten jetzt auch die ersten Entwicklerversionen von iOS 27 und macOS 27 unter die Lupe genommen haben, die im Rahmen des WWDC veröffentlicht wurde. Und sie sind fündig geworden.
"iPhone Fold"
"AppleInsider" zitiert Apple-Kenner Mark Gurman, der bei "Bloomberg" schreibt, der Code von iOS 27 enthalte den ersten "konkreten Beweis" für das kommende faltbare iPhone. Konkret geht es um die Funktion, den Displayinhalt eines iPhones zu spiegeln, denn Apple hat die App so angepasst, dass sie für die Größe eines Bildschirms geeignet ist, die der eines aufgeklappten Smartphones entspricht.
Außerdem enthält iOS27 Bezeichnungen wie "foldstate" ("Zustand des Faltens"). Bei Samsungs Galaxy-Fold-Geräten beschreibt der Begriff beispielsweise, ob das Gerät geöffnet, geschlossen oder in welchem Winkel aufgeklappt ist. Das Gleiche gilt für "angleDegrees" ("Winkelgrad"), was bei einem normalen iPhone ebenso wie eine Angabe der Anzahl der Hardware-Displays keinen Sinn ergäbe.
Schließlich führt Gurman noch an, dass Entwickler beim WWDC dazu angehalten wurden, ihre Apps so zu gestalten, dass sie sich an eine Vielzahl unterschiedlicher Displayformate anpassen können. Der innere Bildschirm des "iPhone Fold" dürfte nahezu quadratisch sein.
MacBook Pro mit Touchscreen
Das Gerät, das der Quellcode von macOS 27 verrät, ist ein neues MacBook Pro - Apple hat sich bisher geweigert, eine solche Variante zu bauen. Denn es handelt sich um einen Laptop mit Touchscreen, zu dem Steve Jobs 2010 gesagt hatte, so ein Gerät sei "ergonomisch furchtbar".
Apple habe "unzählige Benutzertests durchgeführt, und es hat sich herausgestellt, dass es nicht funktioniert. Touch-Oberflächen wollen nicht vertikal ausgerichtet sein", so Jobs. Schon nach kurzer Zeit schmerze der ausgestreckte Arm so "als würde er abfallen". Das Syndrom ist auch als "Gorilla-Arm" bekannt.
Trotzdem wurde seitdem immer wieder über ein MacBook mit Touchscreen spekuliert und zuletzt verdichteten sich die Hinweise, dass Apple tatsächlich schon bald ein entsprechendes Gerät vorstellen könnte. Auch Mark Gurman berichtete im vergangenen Februar über ein MacBook Pro mit berührungsempfindlichem Bildschirm, das Ende 2026 auf den Markt kommen soll. Es habe wie die iPhones ein Dynamic Island, verfüge aber auch wie bisher über eine Tastatur mit großem Trackpad.
Ein Indiz in macOS 27 soll die Möglichkeit sein, bei einem als zweites Display verbundenem iPad ("Sidecar") alle Touch-Funktionen nutzen zu können. Außerdem gibt es jetzt im Mac-Betriebssystem "Pull-to-Refresh", was man von iPhones und iPads kennt: Man zieht den Bildschirm mit einem aufgelegten Finger nach unten, um die Anzeige zu aktualisieren. Das ist schon ziemlich eindeutig.