Technik

Jugendgefährdende Produkte E-Bay nicht verantwortlich

Das Internet-Auktionshaus ist nach einem Urteil des Landgerichts Potsdam nicht verantwortlich für jugendgefährdende Produkte, die auf den E-Bay-Seiten angeboten werden. Der Interessenverband des Video- und Medienfachhandels (IVD) hatte geklagt, um die Versteigerung solcher Artikel bei E-Bay verbieten zu lassen.

Der Verband kritisierte am Montag das Urteil des Gerichts. Damit werde der Jugendmedienschutz unterlaufen. Die Richter in Potsdam waren jedoch der Meinung, dass E-Bay nur den Rahmen für die Versteigerung vorgibt. Das Internet-Auktionshaus werde weder Vertragspartner noch greife es in den Handel ein. Darauf werde in den Nutzungsbedingungen hingewiesen, heißt es in der Urteilsbegründung.

E-Bay unternehme genug, um den Verkauf von indizierten Produkten wie Videofilmen oder Computerspielen zu unterbinden, so die Ansicht des Gerichts. Das Unternehmen habe in allen Fällen, in denen es von solchen Angeboten erfuhr, umgehend reagiert und das Angebot entfernt. Außerdem mache E-Bay Stichproben und fordere die Nutzer auf, verbotene Artikel zu melden. Zu einer aktiven Überwachung des gesamten Angebots sei das Aktionshaus nicht verpflichtet (Az 51012/02).

Quelle: ntv.de

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