Warentest macht sich schlauNur ein Hersteller bietet wirklich gute KI-Laptops
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Stiftung Warentest prüft jetzt auch die lokalen KI-Fähigkeiten von Laptops. Aktuell überzeugen auf diesem Gebiet grundsätzlich nur die Hersteller eines Herstellers mit guten oder sehr guten Ergebnissen, der Rest ist mit einer Ausnahme bestenfalls befriedigend.
Vielen Nutzerinnen und Nutzern hängt der Begriff KI schon zum Hals raus. Fast jedes Gerät soll oder will irgendetwas damit erledigen. Man muss sich oft schon bewusst dagegen entscheiden, beispielsweise bei der Suche im Browser. Nicht selten ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz völlig überflüssige Verschwendung von Ressourcen, etwa, um einen Agenten eine Pizza bestellen zu lassen. Bei wichtigen Arbeiten und Entscheidungen, die auf aktuellen Informationen beruhen, ist es auch oft wesentlich schlauer, sich auf den eigenen Kopf als auf eine hirnlose Maschine zu verlassen, die oft nur schneller, aber nicht besser "googelt".
Es gibt aber auch höchst sinnvolle KI-Einsatzzwecke, speziell in der Forschung und Entwicklung oder um lästige, zeitaufwendige Routinearbeiten zu erledigen. Wer sich dabei nicht auf einen Cloud-Dienst verlassen oder offline arbeiten möchte, muss KI-Modelle lokal auf dem eigenen Computer ausführen können.
Neue KI-Tests
Geht es nach der Werbung der Hersteller, ist fast jeder aktuelle Laptop "KI-ready". Viele neue Prozessoren besitzen inzwischen sogar eine spezielle Recheneinheit für KI, die sogenannte Neural Processing Unit (NPU). Sie kann sich die Arbeit mit Grafikeinheit (GPU) und Hauptprozessor (CPU) teilen. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass ein Laptop lokale KI-Anwendungen auch schnell ausführt.
Stiftung Warentest hat deshalb jetzt sein Prüfprogramm für Laptops entsprechend erweitert. Sie führt KI-Benchmark-Tests durch, installiert lokale KI-Software und misst die Geschwindigkeit bei der Erstellung eines Textes, eines Bildes sowie beim Transkribieren einer Audio-Datei.
Nicht unbedingt die NPU entscheidend
Der aktuelle Laptop-Test der Stiftung entlarvt etliche PR-Übertreibungen. Lediglich alle Apple-Geräte absolvierten die neue KI-Kategorie gut oder sogar sehr gut. Fast die gesamte Windows-Konkurrenz schnitt bestenfalls befriedigend oder sogar nur ausreichend ab.
Das einzige Windows-Modell mit guten KI-Leistungen hat ausgerechnet keinen KI-Prozessor, aber eine separate Grafikkarte mit zusätzlichen 8 GB Grafikspeicher. Modelle ohne externen Grafikspeicher oder KI-Prozessor erreichten im KI-Test maximal eine ausreichende Bewertung.
Warentest registriert teils extreme Preissteigerungen
Falls man sich überlegen sollte, einen neuen Laptop zuzulegen, könne es sich lohnen, nicht zu lange zu warten, sagt Warentest-Experte Henning Withöft. "Einige Geräte stiegen in den vergangenen drei Monaten im Preis um 650 Euro."
Und sie könnten noch teurer werden. Preistreiber seien unter anderem Arbeitsspeicher-Chips (RAM), von dem große Mengen für die Errichtung von KI-Rechenzentren benötigt würden, so Withöft. "Wer viel mit lokalen KI-Anwendungen arbeiten möchte, sollte einen Laptop mit mindestens 16 GB RAM und einem möglichst leistungsstarken Grafikchip kaufen", rät der Experte.