Bequem, prima Klang, günstigShokz OpenFit Air 2 überzeugen bei Preis und Leistung
Von Klaus Wedekind.webp)
Die zweite Generation der Shokz OpenFit Air liefert für Open-Ear-Ohrhörer einen ausgezeichneten Klang, ist extrem bequem, unkompliziert und ausdauernd. Insgesamt bieten sie ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.
In-Ears klingen am besten, wenn sie im Ohr stecken und Silikonstöpsel den Gehörgang dicht abschließen. Das Gleiche gilt für die Geräuschunterdrückung. Das kann auf Dauer aber unbequem werden, manche Menschen ertragen Ohrhörer nicht mal für kurze Zeit. Andere wiederum möchten oder können keine Stöpsel nutzen, die sie von der Außenwelt abschirmen, beispielsweise beim Joggen oder bei der Arbeit. Für solche Nutzerinnen und Nutzer sind die neuen Shokz OpenFit Air 2 aktuell eine der besten Alternativen.
Sicherer, aber sehr bequemer Sitz
Die Ohrhörer haben grundsätzlich das gleiche Design wie andere OpenFit-Headsets: Die Lautsprecher werden von elastischen Bügeln, die sich um die Ohrmuschel schmiegen, direkt vor dem Gehörgang gehalten, ohne ihn abzuschließen. Das Prinzip ermöglicht einen sicheren, aber äußerst komfortablen Sitz. Und weil die nach IP55 vor Staub und Wasser geschützten Air 2 mit jeweils gerade mal 7,2 g nochmal knapp 1,5 g leichter als die Vorgänger sind, spürt man sie so gut wie gar nicht.
Die Air 2 sind die abgespeckte Basisvariante der OpenFit-Serie. Das heißt, sie bieten unter anderem keine Extras wie eine aktive Geräuschunterdrückung oder Dolby Atmos wie die im Januar von ntv.de getestete Pro-Ausführung. Dafür sind sie aber auch bereits für 139 Euro zu haben.
Erfreulich guter Klang
Dem Klang hört man den günstigen Preis nicht an. Die Bässe sind vielleicht nicht ganz so kräftig wie bei den OpenFit Pro, aber die Air 2 haben fast ebenso viel Wumms. Wie andere Open-Ear-Ohrhörer weisen sie allerdings wenig Tiefgang auf. Außerdem klingen sie bei niedriger Lautstärke etwas dünn. Mitten und Höhen der OpenFit Air 2 sind aber sehr gut abgemischt und machen auf der luftigen Bühne richtig Spaß.
Auch wenn man Musik etwas lauter hört, muss man sich keine Sorgen machen, dass dies jeder in der Nähe mitbekommt. Da die Wandler direkt in den Gehörgang gerichtet sind, verteilt sich der Schall kaum.
Die warme, ausgewogene Standard-Abstimmung ist gelungen. In der zugehörigen App findet man aber einen Equalizer, mit drei weiteren voreingestellten Modi, unter anderem mit mehr Bass. Zusätzlich kann man individuell abmischen und die Resultate abspeichern.
Keinen Grund am Klang zu schrauben, gibt es bei Telefonaten. Dabei kommt eine Geräuschunterdrückung zum Einsatz, die die eigene Stimme hervorhebt. Als Faustregel gilt: Wenn man Gesprächspartner noch problemlos verstehen kann, wird man selbst auch gut verstanden.
Einfache Steuerung, hohe Ausdauer
Sehr gelungen ist auch die Steuerung über physische Tasten an den Innenseiten der Ohrhörer, die man ein-, zwei-, dreimal oder länger drückt. Dabei kann man weitgehend frei bestimmen, welche Geste welche Funktion erfüllt. Und es ist sogar möglich, die Auslöseempfindlichkeit der Tasten einzustellen.
Obwohl man die sicher sitzenden Ohrhörer kaum verlieren kann, bietet die App eine Suchfunktion an, mit der man die OpenFit Air 2 einen hellen, recht weit hörbaren Klingelton abspielen lassen kann. Für Spiele oder Videos kann es auch nützlich sein, dass man bei der Bluetooth-Verbindung (6.1) eine niedrige Latenz priorisieren kann. Bewegt man sich ohne Smartphone in direkter Nähe, kann man umgekehrt eine stabile Verbindung bevorzugen.
Shokz gibt die Laufzeit der Ohrhörer mit bis zu acht Stunden an. Dem Praxistest zufolge halten sie bei geringerer Lautstärke auch länger durch. Die spritzwassergeschützte Ladebox bietet Reserven für etwa weitere 28 Stunden. Zehn Minuten im Case reichen leeren Ohrhörern aus, um wieder rund drei Stunden Musik abspielen zu können.
Fazit
Für rund 140 Euro ist es aktuell schwer, bessere Open-Ear-Ohrhörer zu finden. Sie sitzen sicher genug für fast jede Sportart, sind aber kaum zu spüren. Ihr Klang macht Spaß, die Steuerung keine Mühe und ihre Ausdauer ist hoch. Allerdings sind die Vorgänger inzwischen schon ab rund 75 Euro erhältlich.
