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Tablets bei Stiftung Warentest Teure iPads vorne, günstige Tablets auch gut

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Auch mit viel günstigeren Tablets als dem iPad Pro kann man viel Spaß haben.

(Foto: imago images/Westend61)

Stiftung Warentest holt sich die jüngste iPad-Pro-Generation und neue Android-Tablets ins Labor. Apples sündhaft teure Geräte sind Testsieger, aber deutlich günstigere Konkurrenten werden kaum schlechter benotet. Wer kein iPad haben muss, kann locker 500 Euro sparen.

Auch im Frühjahr setzte sich der deutliche Abwärtstrend bei den iPad-Verkaufszahlen fort. Laut IDC verkaufte Apple im ersten Quartal 30 Prozent weniger Geräte als im Vorjahreszeitraum. Auch insgesamt geht es mit der Branche bergab, was ein Minus von 18 Prozent deutlich belegt. Es gibt aber zwei Ausnahmen. Samsung und Lenovo konnten gegen den Trend um rund 4 beziehungsweise 2 Prozent zulegen.

Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass sie Tablets im Sortiment haben, die wesentlich günstiger, aber technisch nicht viel schlechter als die iPads sind. So gehört bei der Elektro-Handelskette Euronics beispielsweise das von Warentest gut bewertete (2,1) Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2019) zu den Gewinnern in der Corona-Krise, das man schon für knapp 270 Euro bekommt. Im jüngsten Test der Stiftung ist das Gerät nicht dabei, aber andere günstige Tablets sitzen Apples teuren Platzhirschen dicht im Nacken.

Mit der Gesamtnote 1,7 holten sich das große und das kleine iPad Pro den Testsieg. Die Prüfer sind von den Displays begeistert und loben die Funktionalität der Geräte, die beim Surfen, E-Mails, Büroanwendungen, Videos und 3D-Spielen eine sehr gute Figur machen. Außerdem bietet das iPad-Pro-Duo starke Kameras und hat auch akustisch etwas auf dem schlanken Kasten. Laufzeit und Handhabung findet Stiftung Warentest gut. Allerdings sind die iPads sehr teuer: Das Modell mit 12,9-Zoll-Display kostet mindestens 1100 Euro, die 11-Zoll-Variante gibt's nicht unter 880 Euro.

Samsung knapp hinter Apple

Wer zum Drittplatzierten greift, muss schon wesentlich weniger tief in die Tasche greifen. Das Samsung Galaxy Tab Active Pro mit 10,1 Zoll großem Bildschirm wurde mit dem Qualitätsurteil 1,8 kaum schwächer als Apples Nobel-Tablets bewertet, deutsche Online-Händler verkaufen das Gerät aber bereits ab 480 Euro. Erstaunlicherweise hat hier die LTE-Variante den besseren Preis, das Wifi-Modell gibt's erst ab rund 500 Euro. Display, Funktionen und Handhabung haben gute Bewertungen bekommen. Für den Akku erhielt Samsung sogar die Note 1, weil das Galaxy Tab Active Pro eines der wenigen Tablets auf dem Markt ist, bei dem man die Batterie (35 bis 50 Euro) selbst wechseln kann.

Noch günstiger ist das Samsung Galaxy Tab S6 Lite, das mit der Gesamtnote 2,0 den vierten Platz eroberte. Das Tablet mit 10,4-Zoll-Display wird ab 350 Euro angeboten, die LTE-Variante ab 400 Euro. Es hat in allen Bereichen fast ebenso gut wie das teurere Samsung-Gerät abgeschnitten, aber keinen austauschbaren Akku.

Gute Tablets gibt's auch unter 200 Euro

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Wenn man sich in Amazons Ökosystem wohlfühlt, bekommt man mit dem Fire HD 19 (2019) bereits für 205 Euro (werbefrei) ein Tablet mit der Gesamtnote 2,2. Auch hier vergaben die Prüfer für Funktionen, Display, Akku und Handhabung gute Noten.

Bei den kleinen Tablets mit acht Zoll großem Display holte sich Lenovo den Gesamtsieg mit dem Smart Tab M8. Das Android-Tablet kostet nur rund 140 Euro, erhielt aber ebenfalls das Qualitätsurteil 2,2. Vor allem, weil ihm etwas die Kraft fehlt und die Kameras lediglich Durchschnitt sind, findet Warentest die Funktionalität nur befriedigend. Display und Handhabung sind aber gut und für die große Ausdauer gab es sogar eine glatte 1.

Quelle: ntv.de, kwe