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Ehrlichkeit in Öffentlichkeit Allensbach-Umfrage zu Meinungsfreiheit: Mehrheit äußert sich nur vorsichtig

Eine Mehrheit in Deutschland schreckt davor zurück, sich zu vermeintlichen Tabuthemen öffentlich ehrlich zu äußern. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts Allensbach, die am Donnerstag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erscheint.

Die Meinungsforscher hatten die Frage gestellt: "Würden Sie sagen, man kann in der Öffentlichkeit zu allem frei seine Meinung äußern oder muss man da bei einigen oder vielen Themen vorsichtig sein?" Laut Allensbach antworteten 58 Prozent der Befragten mit "bei einigen Themen". Jeder Fünfte sei der Meinung, er müsse "bei vielen Themen" vorsichtig sein. Lediglich 18 Prozent erklärten demnach, man könne sich grundsätzlich frei äußern. Im Freundeskreis lassen den Angaben zufolge immerhin noch 34 Prozent bei einigen Themen Vorsicht walten.

Die Demoskopen fragten außerdem nach "heiklen Themen, bei denen man sich den Mund verbrennen kann, wenn man darüber spricht". Die Teilnehmer der Umfrage konnten hier aus 14 Themen auswählen. Am häufigsten genannt wurde demnach das Thema "Flüchtlinge" (71 Prozent). Relativ viele Befragte nannten den "Islam" als Tabuthema. Allensbach hatte als Antwortmöglichkeiten unter anderem auch Rechtsextremismus, Homosexualität, das dritte Geschlecht und die AfD genannt.

Quelle: n-tv.de, dpa

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