Kurznachrichten

Evakuierungsplan für Flüchtlinge IOM fliegt 400 nigerianische Migranten aus Libyen aus

Von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind mehr als 400 in Libyen festsitzende Migranten aus Nigeria sind nach Hause geflogen worden. Eine Gruppe von rund 260 Migranten sei in Lagos gelandet, knapp 150 weitere seien bereits angekommen, erklärte ein Sprecher der nigerianischen Katastrophenschutzbehörde, Ibrahim Farinloye.

Die Rückführung der Nigerianer aus dem nordafrikanischen Land ist Teil eines internationalen Plans, noch bis Jahresende 15.000 Migranten aus Libyen in Sicherheit zu bringen. In Libyen sitzen nach Schätzungen der IOM zwischen 700.000 und einer Million Migranten fest, die den Weg durch die Sahara geschafft haben und auf eine Überfahrt nach Europa warten. Sehr viele von ihnen stammen aus Westafrika.

Die IOM hat dieses Jahr bereits rund 14.000 Menschen aus Libyen ausgeflogen. Viele der Migranten leben im weitgehend rechtlosen Libyen unter erschreckenden Bedingungen. Berichte über Sklavenhandel mit afrikanischen Migranten hatten zuletzt die internationale Gemeinschaft erschüttert und zu einem Evakuierungsplan für ausreisewillige Migranten motiviert. Deutschland will den Plan finanziell unterstützen. An diesem Donnerstag wird der libyscher Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch in Berlin bei Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.

Quelle: n-tv.de, dpa

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