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Grazer Forscher tüfteln an Technik Amazon-Drohne soll Umgebung verstehen

Die zweite Version der Amazon-Drohne erinnert mehr an ein kleines Flugzeug, kann aber auch senkrecht starten und landen. Foto: Amazon/dpa

Die zweite Version der Amazon-Drohne kann auch senkrecht starten und landen.

dpa

Während die Deutsche Post bereits die ersten Pakete per Drohne versendet, bastelt Amazon noch an der Technik. Mittlerweile gibt es schon die zweite Generation der Amazon-Drohne. Das Fluggerät soll nicht nur liefern, sondern auch seine Umgebung erkennen.

Amazon will seine geplanten Lieferdrohnen mit Hilfe eines Entwicklungszentrums in Österreich sicherer machen. Das dortige Expertenteam sei auf Systeme spezialisiert, mit denen Technik ihre Umgebung erkennen und Kollisionen vermeiden kann, teilte Amazon mit.

Die rund ein Dutzend Forscher seien unter anderem mit der Technischen Universität Graz verbunden, die in diesem Bereich stark ist. An Technologien für die Drohnen werde in Europa auch etwa im britischen Cambridge und in Israel geforscht. Der Grazer Teamleiter Konrad Karner sagte dem Technologieblog "The Verge", es sei entscheidend, dass Drohnen ihre Umgebung richtig einschätzen könnten. Es sei einerseits wichtig, dass die Fluggeräte nicht mit anderen Objekten bei der Landung zusammenzustießen - aber sie müssten auch ihre Umgebung verstehen.

"Ein Schwimmbecken mag aus geometrischer Sicht als eine perfekte glatte Oberfläche erscheinen, doch es ist nicht der Platz an dem wir unsere Pakete ablegen wollen." Amazon hatte die Pläne, rund zwei Kilogramm schwere Waren binnen einer halben Stunde mit Hilfe von Drohnen zu liefern, erstmals Ende 2013. Inzwischen wurde bereits die zweite Generation der Fluggeräte demonstriert.

Amazon kritisierte aber, dass strenge Regulierungsvorgaben Tests und Entwicklung in den USA bremsten. Den Ansatz europäischer Regulierer lobte Amazon im vergangenen Jahr hingegen als "pragmatisch". Auch andere Anbieter arbeiten an Drohnen. Erst am Montag hatte die Deutsche Post einen Erfolg bei ihrem Paketdienst DHL verkündet. Von Januar bis März hätten Absender und Adressaten mit der Packstation SkyPort im oberbayerischen Reit im Winkl 130 Mal Pakete per Drohne versendet und empfangen.

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa

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