Konkurrenzkampf mit FernbussenBahn setzt auf Hilfe vom Staat

Der Fernbusverkehr wird für die Deutsche Bahn im Fernverkehr zu einer ernsthaften Konkurrenz. Der Preis macht oft den Unterschied. Der Verkehrskonzern wendet sich deshalb an die Politik.
Im wachsenden Konkurrenzkampf mit den Fernbussen setzt die Deutsche Bahn auf finanzielle Unterstützung der Politik. Der Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla erwartet vom Bund einen Zuschuss zu den Trassengebühren im Personenverkehr. "Es wäre ein starkes Signal der Politik zur Stärkung des Schienenpersonenverkehrs", sagte Pofalla der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Wettbewerbssituation bleibe auch mit Blick auf die Möglichkeiten des autonomen Fahrens kritisch.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte im Juni angekündigt, dass der Bund 350 Millionen Euro aus dem Haushalt für eine Senkung der Trassenpreise für Güterzüge zuschießen werde. Das entspreche einer Kostenreduzierung von rund 50 Prozent und soll zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit beitragen.
Die Deutsche Bahn leidet seit Jahren unter der Konkurrenz am Fernbusmarkt. Gleichzeitig hat auch der Gütertransport auf der Straße deutlich zugelegt und der Bahn Marktanteilsverluste beschert. Die Deutsche Bahn ist zwar eine AG, gehört aber nach wie vor dem Staat.