Wirtschaft

Angst vor Einbrüchen gestiegen Banken gehen Tresorräume aus

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Schließfächer bieten eine sichere Alternative zu Heimtresoren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Viele Menschen in Deutschland erachten ihr Zuhause nicht mehr als sicher genug. Geld, Schmuck und andere Wertsachen landen deshalb immer häufiger in Bankschließfächern. Die Geldinstitute kommen einem Bericht zufolge bei der Nachfrage kaum hinterher.

Immer mehr Deutsche wollen ein Schließfach bei der Bank eröffnen. Die Nachfrage war bereits 2015 deutlich angestiegen und habe sich 2016 weiter erhöht, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine eigene Umfrage unter 25 Geschäftsbanken, Volksbanken und Sparkassen. Im Schnitt seien bei diesen Instituten rund 80 Prozent der Tresore belegt. Grund ist dem "Handelsblatt" zufolge vor allem die Angst vor Einbrüchen.

Bei der Sparda Bank West in Düsseldorf etwa sei in den meisten Filialen die Nachfrage größer als das Angebot, berichtete das "Handelsblatt". 98 Prozent der Schließfächer seien ausgebucht. Bei der Stadtsparkasse München sind es 95 Prozent. Bei der Commerzbank sind zwei Drittel der 230.000 Schließfächer vermietet. Viele Banken führten inzwischen lange Wartelisten und stockten auch ihre Kapazitäten auf.

Auch der Absatz von Tresoren für das eigene Zuhause steigt. "Kunden sagen uns, bevor sie das Geld für einen kleinen Zinssatz zur Bank bringen, können sie es auch zu Hause lagern. Da wissen sie wenigstens, was sie davon haben", sagte Vertriebsleiter Dietmar Schake vom größten deutschen Tresorhersteller Burg-Wächter.

Quelle: n-tv.de, shu/AFP