Wirtschaft

Manipulations- und Insiderverdacht Chinas Polizei ermittelt gegen Broker

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Unter anderem Chinas größter Broker soll sich nicht an die Handelsvorschriften gehalten haben.

(Foto: REUTERS)

Die Vorwürfe sind Insiderhandel, Urkundenfälschung und das Verbreiten von falschen Informationen: Die chinesischen Behörden ermitteln gegen Mitarbeiter gleich mehrerer wichtiger Handelsakteure - darunter ist auch die Börsenaufsicht.

Die chinesischen Behörden gehen gegen mögliche Gesetzesverstöße am Aktienmarkt vor. Sie haben eine Reihe von Ermittlungen gegen Wertpapierfirmen und Mitarbeiter bei der chinesischen Börsenaufsicht eingeleitet. Die chinesische Polizei ermittelt laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua gegen acht Mitarbeiter von CITIC Securities, dem größten Broker des Landes.

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Ihnen wird vorgeworfen, Wertpapiere illegal gehandelt zu haben. Auch wird gegen einen Journalisten des Caijing-Magazins wegen der mutmaßlichen Verbreitung falscher Informationen über den Wertpapier- und Futures-Handel ermittelt. Ein Mitarbeiter und ein ehemaliger Mitarbeiter der Börsenaufsicht China Securities Regulatory Commission (CSRC) werden zudem des Insiderhandels und der Fälschung von Firmensiegeln verdächtigt.

Gegen vier börsennotierte Brokerfirmen - Haitong Securities, Huatai Securities, Founder Securities und GF Securities - ermittelt die Börsenaufsicht, wie die Unternehmen selbst mitgeteilt haben. Die Behörde prüfe, ob die Broker Gesetze gebrochen und es versäumt haben, Identitäten von Klienten zu verifizieren.

Aktien im Keller

Die vier Unternehmen kündigten an, mit der CSRC zu kooperieren. Haitong Securities und GF Securities sagten, ihre Geschäfte liefen normal. Die Aktien der vier Unternehmen sind am Dienstag abgestürzt. Sie verloren jeweils 10 Prozent, das tägliche Maximum.

Der Shanghai-Composite-Index verlor am Dienstag 7,6 Prozent, am Montag waren es 8,5 Prozent. Trotz einer Reihe von Interventionen durch die Regierung hat die anhaltende Schwäche am Aktienmarkt die Unsicherheit unter den Anlegern weiter geschürt. Ob die Vorwürfe mit diesen jüngsten Kursstürzen in Zusammenhang stehen, ist allerdings unklar. Im Juli hatte die Börsenaufsicht Wertpapierfirmen angewiesen, neue Regeln umzusetzen, nach denen deren Klienten bei Handelsvorgängen ihre echten Namen nutzen müssen. Sie klemmte außerdem mehr als zwei Dutzend Handelskonten wegen vermuteter Unregelmäßigkeiten ab.

Quelle: ntv.de, hul/DJ

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