Wirtschaft

Daten und Zahlen zur Konjunktur So steht es um die deutsche Wirtschaft

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"Neue Normalität": Die Arbeit unter Pandemie-Bedingungen zwingt Deutschland ein hohes Maß an Anpassungsleistung auf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eiskalter Konjunktureinbruch: Die Corona-Krise drückt Deutschland tief in die Rezession. Im zweiten Quartal bricht die Wirtschaftsleistung so scharf ein wie noch nie zuvor. ntv-Infografiken zeigen die wichtigsten Indikatoren im Überblick.

Die konjunkturelle Katastrophe trifft Deutschland mit voller Wucht, kommt aber nicht überraschend: Niemand konnte davon ausgehen, dass die stärkste Volkswirtschaft der Eurozone die mehrmonatige Vollbremsung des Corona-Lockdowns ohne Folgen überstehen und vollkommen unbeschadet durch eine weltweite tobende Pandemie steuern kann.

Die befürchtete Überlastung im deutschen Gesundheitssystem blieb zwar aus. Doch wichtige Handelspartner in Europa, in Asien und insbesondere in Nordamerika sind massiv betroffen. Selbst wenn schon morgen ein sicheres Gegenmittel und ein verlässlicher Impfstoff gegen Sars-CoV-2 zur Verfügung stünden, dauerte es wohl noch Monate, wenn nicht Jahre dauern, bis sich das weltweite Wirtschaftsleben wieder halbwegs in alten Bahnen bewegte.

Der Konjunktureinbruch im zweiten Quartal ist von historischen Ausmaßen, war aber von Experten bereits im Frühjahr in dieser Größenordnung erwartet worden. Wie stark und an welchen Stellen belasten die Folgen der Corona-Krise die deutsche Wirtschaft? ntv.de zeigt ausgewählte Indikatoren zur Konjunkturlage:

Wirtschaftskraft: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Die Stärke und das Wohlergehen einer Volkswirtschaft messen Ökonomen am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Als zentrale Kennzahl zur Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivitäten eines Landes bildet es die wirtschaftlichen Leistungen ab. Die Veränderungsrate, hier jeweils zum Vorquartal, misst das Wirtschaftswachstum. Schrumpft das BIP in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen, sprechen Experten von einer Rezession.

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Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote

Noch schützen die bewährten Kriseninstrumente wie die Kurzarbeit und die Corona-Hilfen den deutschen Arbeitsmarkt vor dramatischen Auswirkungen der Krise. Die Zahl der Arbeitslosen steigt zwar deutlich an, bleibt aber weit unter den katastrophalen Erwerbslosenquoten wie in den USA zurück. Offen ist noch, wie lange die öffentliche Hand die Situation stabilisieren kann. Inzwischen aber sieht die Bundesagentur eine Entspannung am deutschen Arbeitsmarkt.

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Stimmungslage in den Chefetagen: Der Ifo-Index

Das Münchner Ifo-Institut befragt regelmäßig Führungskräfte und Unternehmenslenker aus dem Inneren der deutschen Wirtschaft, wie sie die aktuelle Lage und die Aussichten beurteilen.

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Konjunkturerwartungen: Der ZEW-Index

Der an den Märkten viel beachtete Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) liefert ein Stimmungsbild zu den Konjunkturerwartungen unter deutschen Finanzmarktprofis. Der Teilindex zur Lagebeurteilung sackte dabei schon im Februar deutlich ab - lange bevor die erste Ansteckungswelle Deutschland erreichte.

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Noch ist das vollständige Bild der Lage nicht in allen Bereichen erkennbar. Viel wird davon abhängen, wie lange die Einschränkungen in Deutschland, dem europäischen Ausland und bei wichtigen Handelspartnern wie den USA aufrechterhalten werden müssen. Die Zahlen für 2020 werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Quelle: ntv.de