Wirtschaft

Siemens kassiert 1,5 Milliarden Deutsche Bahn bestellt 43 ICE-Fernzüge

Nah- und Fernverkehr enger verknüpfen und dazu pünktlicher werden: Die Deutsche Bahn hat sich für 2022 viel vorgenommen. Daher rüstet das Unternehmen nun bei der Flotte kräftig nach.

Die Deutsche Bahn bestellt weitere 43 Fernzüge der ICE-3-Baureihe für 1,5 Milliarden Euro beim Zugbauer Siemens. "Mit dem neuen ICE schaffen wir nicht nur mehr Kapazität in unseren Zügen, sondern erhöhen auch Qualität und Komfort für unsere Fahrgäste", teilte Bahnchef Richard Lutz mit.

Mit der neuen Order erweitert der Konzern seine ICE-3-Bestellung von 2020. Damals hatte die Bahn bereits den Bau von 30 Fernzügen bei Siemens in Auftrag gegeben. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende dieses Jahres vom Band rollen. Bis 2029 soll dann der letzte der nun insgesamt 73 ICE 3 Neo ausgeliefert sein.

Damit wächst die ICE-Flotte bis Ende des Jahrzehnts auf insgesamt rund 450 Züge. Sie sind damit ein Kernbestandteil des bis 2030 geplanten Deutschlandtakts, mit dem Nah- und Fernverkehr enger verknüpft und in höherer Frequenz an mehr Orten unterwegs sein sollen. Zudem will die Deutsche Bahn im Fernverkehr in diesem Jahr wieder deutlich pünktlicher unterwegs sein. "Wir haben uns in diesem Jahr ein Ziel von 80 Prozent Pünktlichkeit im Fernverkehr vorgenommen", sagte Lutz.

Insgesamt erhöht die Bahn mit den neuen ICE 3 die Sitzplatzkapazität im Fernverkehr eigenen Angaben zufolge um 32.000 Sitze. Mit dem ICE 3 Neo knüpft die Bahn nicht an die neueste Baureihe der Intercity-Express-Flotte, den ICE 4 an, sondern an dessen Vorgänger.

Der ICE 3 ist mit 320 Kilometern pro Stunde deutlich schneller als der ICE 4 und soll deshalb vor allem auf den schnellen Fernverkehrsstrecken zwischen den wichtigen Metropolregionen zum Einsatz kommen. Das Neo-Modell verfügt über wichtige Neuerungen wie frequenzdurchlässige Scheiben. Mit ihnen soll etwa der Mobilfunkempfang während der Fahrt deutlich verbessert werden.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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