Wirtschaft

Tech-Millionen für den Wahlkampf Donald Trump holt Peter Thiel ins Team

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Peter Thiel unterstützt Donald Trump.

(Foto: REUTERS)

Paypal-Mitbegründer und Start-Up-Investor Peter Thiel mischt im US-Wahlkampf mit. Er soll für Donald Trump Sponsorengelder eintreiben. Er bringt auch gleich selbst noch was mit.

Wenn der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump etwas kann, sind es große Auftritte. Sein Motto: Think Big. Seine Botschaft: Ich bin der Größte. Die Aufschrift auf seinem Hubschrauber sagt alles: Trump Force One - eine Anspielung auf den Präsidentenjet, das wohl berühmteste Symbol präsidialer Macht in den USA.

Trump will Macht - und das um jeden Preis. Der Milliardär kokettiert gerne mit seinem Reichtum. Angeblich hat er bislang alle Ausgaben für den Wahlkampf aus seinem eigenen Vermögen bestritten. Er sei bereit, für seine Kampagne eine Milliarde Dollar auszugeben, sagt er gerne mal - schließlich verdiene er 400 Millionen pro Jahr. Wie viel Geld Trump besitzt, ist unklar. Seinem protzigen Lebensstil zum Trotz musste der Immobilienmogul schon mehrmals Gläubigerschutz beantragen. Er selbst behauptet, er habe zehn Milliarden Dollar. Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzt sein Vermögen auf vier Milliarden.

Um sicher zu gehen, dass die Geldquelle im entscheidenden Moment nicht versiegt, kann der viel und laut polternde Präsidentschaftskandidat zusätzliches Geld auf jeden Fall gut gebrauchen. Laut CNN konnte er in dieser Hinsicht jetzt gleich doppelte Verstärkung gewinnen.

Angeblich hilft künftig der deutschstämmige Milliardär und Star-Investor Peter Thiel aus dem Silicon Valley in Trumps Wahlkampfteam beim Eintreiben der Sponsorengelder. Trump soll ihn gemeinsam mit dem New Yorker Investor Anthony Scaramucci als Fundraiser an Bord geholt haben. Besonders erfreulich dürfte für Trump sein, dass sich Thiel laut CNN gleich selbst auf der Spenderliste eingetragen hat. Darüber hinaus soll sich der Mitbegründer des Bezahldienstes Paypal und Partner des Risikokapital­unternehmens Founders Fund auch noch bereit erklärt haben, in Kalifornien als Delegierter für Trump anzutreten - und ihn damit zu wählen.

Es scheint, Trump will auf Nummer sicher gehen, bevor er auf seinen demokratischen Gegner trifft, der voraussichtlich Hillary Clinton heißen wird. Die wichtigsten Sponsoren der Republikaner haben Trump ihr Geld wegen seiner Rhetorik gegen Frauen und Minderheiten verweigert und flirten stattdessen heftig mit der demokratischen Konkurrenz. Thiels Sprecher wollte die Zusammenarbeit mit Trump nicht bestätigen.

Quelle: n-tv.de, ddi

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