Wirtschaft

Vorbereitung auf Brexit-Folgen Easyjet will EU-Konzern werden

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Kein Durchgang. Für den Fall, dass die Grenze zwischen der EU und Großbritannien undurchlässiger wird, sucht Easyjet nach Umwegen.

(Foto: REUTERS)

Der Erfolge von Billigfliegern wie Easyjet und Ryanair ist ohne den grenzenlosen europäischen Luftverkehrsmarkt nicht denkbar. Die britische Easyjet könnte den Zugang zu diesem Markt bald verlieren - und arbeitet an einem Plan B.

Die britische Billigfluglinie Easyjet bemüht sich um eine Luftverkehrslizenz in einem anderen EU-Land. Möglicherweise könnte das Unternehmen auch seinen Hauptsitz nach Kontinentaleuropa verlegen, sollte Großbritannien mit dem Ausscheiden aus der EU den Zugang zum gemeinsamen Luftverkehrsmarkt verlieren.

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Das Unternehmen teilte mit, dass es die britische Regierung und die EU dazu dränge, "den Fortbestand eines komplett offenen und deregulierten Luftfahrtmarktes innerhalb des Vereinigten Königreichs und der EU sicherzustellen. Das würde bedeuten, dass Easyjet und alle europäischen Fluglinien so wie derzeit weiterarbeiten können". Gleichzeitig bestätigte die Fluglinie, dass sie damit begonnen habe, eine Lizenz in einem EU-Mitgliedstaat zu erwerben, um dort gegebenenfalls ihren neuen Hauptsitz einrichten zu können. Um welches Land es sich handle, teile Easyjet nicht mit.

Seit den 90er Jahren hat die EU den Flugverkehr weitgehend liberalisiert, so dass europäische Fluglinien in jedem Land jede Strecke bedienen können. Auf den meisten Märkten außerhalb der EU, dürfen Airlines nur Strecken innerhalb oder von und in ihr eigenes Land anbieten, nicht aber innerhalb oder zwischen Drittstaaten.

Laut einem Bericht der "Financial Times" beinhaltet der "Notfallplan" von Easyjet die Gründung einer Firma innerhalb der EU, die formell als Mutterkonzern für Easyjet in Großbritannien fungieren würde. Dies soll der Fluglinie erlauben, das eigene Streckennetz in Europa weiter ohne Einschränkungen zu bedienen. Gleichzeitig will das Unternehmen seine meisten Funktionen weiter an seinem bisherigen Stammsitz in Luton behalten. Mit einer ähnlichen Konstruktion arbeitet bereits die Mutter der Fluglinie British Airways, IAGm die ihren Hauptsitz formell in Spanien hat.

Quelle: n-tv.de, mbo

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