Wirtschaft

Angebliche Tesla-Leerverkäufe Elon Musk giftet gegen Bill Gates

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Elon Musk kann Bill Gates' Sorge um das Klima nach eigenem Bekunden nicht ernstnehmen.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

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Tesla-Chef Elon Musk möchte Twitter übernehmen, um die Meinungsfreiheit auf der Plattform zu verteidigen. Was sich der reichste Mensch der Welt darunter vorstellt, lässt sich anhand eines Streits mit seinem Mit-Milliardär Bill Gates erahnen.

Mit einem Tweet unter der Gürtellinie hat der aktuell reichste Mensch der Welt, Elon Musk, einen Vorgänger an der Spitze der Superreichen-Liste, Bill Gates, attackiert. Musk schrieb, er glaube, dass Gates Leerverkäufe von Tesla-Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar getätigt habe und darauf wette, dass die Aktie fallen werde. Dann machte er sich über den Körperumfang von Gates lustig - mit einem Foto, einem Emoji von einem dickbäuchigen Mann und dem Hinweis, dass dieser Anblick seiner Ansicht nach geeignet sei, "falls Du schnell eine Erektion loswerden musst".

Später setzte er nach und erklärte, er wolle sich nicht länger über Gates lustig machen, weil dieser Tesla-Aktien geshortet habe, während er zugleich behaupte, den Klimaschutz zu unterstützen.

Der Hintergrund: Gates hatte den E-Auto-Pionier noch im vergangenen Jahr öffentlich gelobt. In einem Interview mit Sway, einem Podcast der "New York Times", wurde Gates mit der Aussage zitiert: "Nun, es ist wichtig zu sagen, dass das, was Elon mit Tesla getan hat, einer der größten Beiträge gegen den Klimawandel ist, den je jemand geleistet hat. Und wissen Sie, Elon zu unterschätzen ist keine gute Idee."

Musk fühlte sich jetzt aber offensichtlich von Gates grandios unterschätzt. Wenn Gates wirklich an eine grünere Zukunft glaube, so schien er sagen zu wollen, müsse er selbstverständlich auch an die Aktie des Elektroautoherstellers glauben. In dem ersten fragwürdigen Tweet, der auf die Frage eines Followers nach einem angeblichen Austausch von Nachrichten zwischen den beiden Milliardären reagierte, schrieb Musk, er habe Gates wegen Tesla-Leerverkäufen zur Rede gestellt. Gates hatte ein solches Spekulationsgeschäft auf einen fallenden Aktienkurs Berichten zufolge in einem Chat mit Musk bestätigt. Tesla und die Gates Foundation reagierten nicht auf Bitten um eine Stellungnahme.

Elon Musk will derzeit Twitter kaufen. Als Grund hat er angegeben, dass er die Meinungsfreiheit auf der Plattform durch Zensur bedroht sieht. Musks anzüglicher Tweet mit inzwischen weit über einer Million Likes wurde bislang weder gelöscht, noch hat Twitter andere Maßnahmen gegen Musk ergriffen. Offensichtlich teilen viele von Musks Twitter-Followern dessen Humor. Unter dem Tweet bringen jedoch auch zahlreiche User ihre Enttäuschung zum Ausdruck, dass der Unternehmer seiner Vorbildfunktion nicht gerecht werde.

Quelle: ntv.de, mbo/DJ

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