Wirtschaft

Real-Boss wünscht sich Weltliga Finanzinvestor will Fußball aufmischen

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Thomas Meunier von Paris Saint Germain und Real Madrids Marcelo trafen im vergangenen November in der Champions League aufeinander.

(Foto: REUTERS)

Da wächst zusammen, was zusammengehört: Der Finanzinvestor CVC spricht einem Medienbericht zufolge mit Real Madrid darüber, einen Konkurrenzwettbewerb zur Champions League aufzubauen.

Fußball und Kommerzialisierung - man mag es kaum glauben, doch hier ist offensichtlich noch jede Menge Luft nach oben. Das demonstriert der Finanzinvestor CVC gerade eindrucksvoll: Denn der "Financial Times" (FT) zufolge spricht die Beteiligungsgesellschaft mit Real Madrid darüber, einen globalen Konkurrenzwettbewerb zur weitgehend europäischen Königsklasse Champions League ins Leben zu rufen.

Die Zeitung berichtet unter Hinweis auf nicht namentlich genannte Gewährsleute, dass Real-Präsident Florentino Perez an CVC herangetreten sei - mit der Idee eines weltumspannenden Clubwettbewerbs, der jährlich ausgetragen werden soll. Ein Modell wäre, dass daran zwei Ligen mit jeweils 20 Mannschaften teilnehmen, hieß es.

Acht dieser Mannschaften könnten die Gründungsvereine der im November gegründeten Welt-Clubvereinigung WFCA sein, zu deren Präsident Perez im vergangenen Monat gewählt worden war. Dazu gehören Real, AC Mailand, Auckland City (Neuseeland), Boca Juniors und River Plate (beide Argentinien), Club America (Mexiko), Guangzhou Evergrande (China) und Mazembe (DR Kongo). Die Bundesliga ist in diesem Kreis bislang nicht vertreten.

CVC verwaltet 82 Milliarden Dollar

Derweil verhandelt CVC der FT zufolge mit dem Fußballverband Fifa über die Vermarktungsrechte an der aufgewerteten Club-Weltmeisterschaft. Die Idee: Die CVC kauft die Vermarktungsrechte von der Fifa und veräußert sie dann weltweit an Sender teurer weiter. Wie die "New York Times" berichtet, haben Interessenten bis zum 19. Dezember Zeit, ihre Angebote einzureichen.

Die Premiere der reformierten Club-WM mit 24 Mannschaften findet 2021 in China statt. Das Turnier wird den Confed Cup ersetzen, der im Jahr vor der Winter-WM 2022 in Katar aufgrund der enormen Hitze am Persischen Golf ohnehin nicht im Sommer hätte stattfinden können. Geplant ist eine Ausrichtung alle vier Jahre.

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Derzeit nehmen Investoren auf der Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten verstärkt den Fußball ins Visier. Zugleich wollen Verbände und Vereine von diesem Interesse finanziell profitieren. So ist die Private-Equity-Firma Silver Lake jüngst beim britischen Fußballverein Manchester City eingestiegen und ließ sich einen Anteil von zehn Prozent eine halbe Milliarde US-Dollar kosten.

CVC ist schon längere Zeit im Sport aktiv. Das in Luxemburg ansässige Unternehmen hielt bereits die Rechte an der Formel 1 sowie an der Motorrad-WM und ist in der englischen Rugby-Liga engagiert. CVC verwaltet ein Vermögen von rund 82 Milliarden Dollar.

Quelle: ntv.de, jga/dpa