Wirtschaft

Deutsche sind in Kauflaune GfK-Barometer schlägt nach oben aus

Die deutschen Binnenkonjunktur wird zu einem wichtigen Standbein für die Wirtschaft. Das GfK-Konsumklima erreicht den höchsten Stand seit November 2001. Durch niedrigere Energiepreise bleibt den Verbrauchern mehr Spielraum für Einkäufe.

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich zum Jahresbeginn stärker als erwartet verbessert und den höchsten Stand seit über 13 Jahren erreicht. Die Konsumforscher der GfK ermittelten für Februar einen Anstieg ihres Indikators zum Konsumklima auf 9,3 von 9,0 Punkten im Vormonat. Ökonomen hatten lediglich einen Wert von 9,1 vorhergesagt.

"Das Konsumklima setzt seinen klaren Aufwärtstrend fort", stellte GfK-Experte Rolf Bürkl fest. "Die Aussichten für die Konsumkonjunktur hellen sich damit weiter auf." Einen höheren Wert hatte der Index zuletzt im November 2001 mit 9,6 Punkten erreicht.

Der drastische Einbruch bei den Energiepreisen in den vergangenen Wochen lasse offenbar auch die Verbraucher nicht unbeeindruckt. Die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung legten spürbar zu.

Niedrige Energiepreise beflügeln den Konsum

"Weniger Ausgaben für Benzin und Heizöl stärken das verfügbare Einkommen und lassen den Konsumenten mehr Spielraum für andere Ausgaben beziehungsweise Anschaffungen", erläuterte Bürkl. Zudem hielten die Konsumenten die niedrigen Energiepreise offenbar auch für einen wichtigen konjunkturellen Impuls.

Sie sähen deshalb die deutsche Wirtschaft nach der Schwächephase im Herbst wieder im Aufwind, wie der zweite Anstieg der Konjunkturerwartung in Folge belege. Der Indikator gewann 8 Punkte und steht nun bei 22,5 Zählern. Ein höherer Wert wurde nach Angaben der GfK zuletzt im Juli 2014 gemessen.

Nach der Analyse der Nürnberger Marktforscher rechnen die Konsumenten damit, dass sich die deutsche Wirtschaft auch in den kommenden Monaten günstig entwickeln werde. Eine wichtige Rolle dürften dabei die deutlich gefallenen Energiepreise spielen. Niedrige Energiepreise in Kombination mit einer deutlichen Abwertung des Euro wirkten wie ein Konjunkturprogramm und dürften neben den Exporten auch die Investitionsneigung der Unternehmen weiter beflügeln.

Bürkl geht davon aus, dass die Binnenkonjunktur in Deutschland auch in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag zur gesamten wirtschaftlichen Entwicklung leisten kann. Allerdings bestünden nach wie vor Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch für den Konsum. Dazu zählt der GfK-Experte die internationalen Krisenherde wie in der Ukraine und im Nahen Osten. "Anhaltend negative Meldungen oder gar eine weitere Eskalation würden auch für den Konsum zu einer schweren Belastung werden", warnte er deshalb.

Quelle: ntv.de, wne/DJ

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