Wirtschaft

Millionen für die Costa Concordia Hannover Rück rückt vor

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Deutlich weniger Großschäden: Das mögen Versicherer, Anleger und Versicherte, weiß Vorstandschef Ulrich Wallin.

(Foto: picture alliance / dpa)

Kaum Belastungen durch Großschäden und mehr Einnahmen am Kapitalmarkt: Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück kann seinen Gewinn im ersten Quartal stärker als erwartet steigern. Größter Schadensfall 2012 bleibt bislang das vor Italien gekenterte Kreuzfahrtschiff.

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Große Jahresrede in Hannover: Der weltweit drittgrößte Rückversicherer deckt seine Ergebnisse auf.

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Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück ist dank ausgebliebener Naturkatastrophen und lukrativer Finanzgeschäfte mit einem überraschend kräftigen Gewinnsprung ins Jahr gestartet.

Ein Jahr nach der und dem schweren verfünffachte sich der Überschuss auf gut 261 Mio. Euro, wie der kleinere Wettbewerber des Marktführers Munich Re mitteilte. Dies war auch dank gestiegener Gewinne aus Kapitalanlagen deutlich mehr als von Analysten erwartet - sie hatten bei einer Befragung im Vorfeld im Schnitt mit einem Ergebnis von 200 Mio. Euro gerechnet. Ein Jahr zuvor war das Unternehmen nur dank einer Steuerrückzahlung mit plus 52,3 Mio. Euro in den schwarzen Zahlen geblieben.

Diesmal hielten sich die Großschäden deutlich in Grenzen: Die Großschadenbelastung blieb mit knapp 61 Mio. Euro deutlich unter der Summe von 572 Mio. aus dem Vorjahreszeitraum. "Größtes Einzelereignis war die Havarie des Kreuzfahrtschiffes im Mittelmeer", hieß es aus Hannover. Der Fall kostete die Niedersachsen 45 Mio. Euro. Die Branche muss insgesamt für rund eine Milliarde Dollar geradestehen. Es ist damit der größte Schaden in der Geschichte der Schifffahrt. "Im zweiten Quartal gab es bisher noch keine Großschäden", sagte Finanzchef Roland Vogel.

Für 2012 rechnet der Vorstand um Konzernchef Ulrich Wallin weiter mit einem guten Geschäftsjahr, sofern sich die Großschäden im Rahmen halten und es zu keinen allzu bösen Überraschungen an den Kapitalmärkten kommt. Im März hatte Wallin nicht ausgeschlossen, den Gewinn über die 606 Mio. Euro des Vorjahres hinaus zu steigern.

Beim Branchenprimus gab es einen ähnlichen Trend und einen Quartalsgewinn von mehr als 750 Mio. Euro. Die Münchener hatten noch mehr als die Hannover Rück im Vorjahr unter den verheerenden Erdbeben in Japan und Neuseeland gelitten und damals tiefrote Zahlen geschrieben. Details zur Quartalsbilanz will der Marktführer nächste Woche vorlegen.

stiegen die Aktien der Hannover Rück zeitweise um bis zu 2,5 Prozent auf 46,35 Euro und waren damit größter Gewinner im MDax. Analysten sprachen von starken Zahlen.

Rücksicht auf Talanx

Das Kapitalanlageergebnis legte von Januar bis März um 12,4 Prozent auf 440,6 Mio. Euro zu. Dabei gab es allerdings zwei positive Sondereffekte durch die Entwicklung von Derivaten von zusammen 80 Mio. Euro. Dies werde sich in den nächsten Quartalen nicht wiederholen, erklärte Vogel.

Eine Gewinnprognose für 2012 gibt es weiterhin nicht. Die Hannover Rück will sich nicht äußern, weil die Konzernmutter - Deutschlands drittgrößter Versicherer - im Sommer an die Börse gehen könnte.

Analysten rechnen im Gesamtjahr mit einem Hannover-Rück-Überschuss von gut 700 Mio. Euro. Dabei dürfte der Rückversicherer von weiteren Preissteigerungen in Japan und Korea profitieren. Bei in Japan hatten sich die Preise laut Vogel teilweise verdoppelt.

Quelle: ntv.de, dpa/rts