Wirtschaft

Trump will "Euro angreifen" Historiker rechnet mit Währungskrieg

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Trumps verbale Angriffe auf den Euro schaden der US-Wirtschaft, glaubt Historiker James.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Seit dem Zweiten Weltkrieg habe keine US-Regierung einen derart aggressiven Kurs in der Handelspolitik eingeschlagen wie Donald Trump, sagt der britische Wirtschaftshistoriker Harold James. Er fürchtet, dass schon bald eine Teufelsspirale einsetzt.

Die Angriffe der neuen US-Regierung unter Präsident Donald Trump auf die Handelspolitik anderer Länder können schon bald einen neuen globalen Währungskrieg auslösen. Trump treibe die Welt in einen "Teufelskreis von Währungskrieg und Protektionismus", sagte der renommierte britische Wirtschaftshistoriker Harold James der "Welt am Sonntag". Am Ende stünden ein Abwertungswettlauf und Protektionismus wie zuletzt in den 30er-Jahren.

Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ziele die Regierung in Washington darauf ab, Amerikas Handelspartner in Europa zu schwächen, sagte James. "Das Weiße Haus versucht, den Euro anzugreifen oder zu suggerieren, dass die Währungsunion zerfällt."

Seit 80 Jahren habe kein US-Präsident derart isolationistische Töne angeschlagen wie Trump, so James. "Die Rhetorik mag Teil der Verhandlungsstrategie sein. Aber sie wird wohl kaum positive Ergebnisse bringen." Denn je mehr Kapital wegen der Verunsicherung aus der EU in den Dollar-Raum fliehe, desto mehr steige der Kurs der US-Währung. Desto schwieriger werde es also für US-Unternehmen, konkurrenzfähig zu bleiben.

Trump werde darauf reagieren, indem er noch mehr Zölle und Beschränkungen für ausländische Unternehmen einführe. Diese Gefahr sehen inzwischen auch viele Top-Manager in Deutschland. Eine Mehrheit der deutschen Wirtschaftsführer hält einen Währungskrieg für die größte Gefahr, die von Trump ausgeht. Mehr als ein Drittel der Vorstände ist alarmiert, das ergab eine Umfrage der "WamS". James lehrt an der amerikanischen Princeton-Universität und gilt weltweit als einer der besten Kenner der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen. 

Quelle: ntv.de, mbo/DJ

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