Wirtschaft

Allen Krisen zum Trotz IfW-Forscher: Wirtschaft zieht wieder an

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Goldene Zeiten für die Wirtschaft?

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft ist zuversichtlich. Auch wenn die Wirtschaft zurzeit noch vor sich hindümpelt, soll es bereits zum Jahresende wieder bergauf gehen. Und 2015 könnte noch besser werden - unter einer Voraussetzung.

Trotz der Ukraine-Krise bleibt der Aufschwung in Deutschland nach Ansicht der Konjunkturforscher des Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) intakt. In ihrer Prognose sehen sie insbesondere die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) als Stütze für das Wachstum, da sie für anhaltend günstige Kreditbedingungen für Verbraucher und Firmen sorge.

Nach dem Schrumpfen im Frühjahr werde die Wirtschaft im laufenden dritten Quartal zwar nur vor sich hindümpeln, doch bereits zum Jahresende wieder anziehen. Für das Gesamtjahr sagt das Institut ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,4 Prozent voraus.

"Im kommenden Jahr wird der Aufschwung weiter an Fahrt gewinnen, vorausgesetzt, die politischen Spannungen lassen nach und es gibt keine neuen Hiobsbotschaften von der Krise im Euroraum", erklärten die Kieler Forscher. Dann dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 Prozent zulegen, wobei die größten Impulse von der Binnenkonjunktur kommen werden. Damit senkte das Institut - wie zuletzt schon andere Ökonomen - seine Wachstumsprognose allerdings deutlich. Bisher hatten die Kieler für 2014 ein Plus von 2,0 und für 2015 von 2,5 Prozent veranschlagt.

Im nächsten Jahr werden sich aber laut IfW die Rahmenbedingungen für die deutschen Exporteure verbessern. "So wird wohl insbesondere die Erholung im Euroraum etwas Fahrt aufnehmen und die Ausfuhren stimulieren", meint das Institut.

Ein Risiko für die deutschen Exporte bestehe aber bei einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen der Ukraine und Russland. Massive Belastungen würden sich ergeben, wenn die Handelssanktionen gegenüber Russland deutlich verschärft würden oder die Konjunktur in vielen osteuropäischen Ländern stark beeinträchtigt würde.

Quelle: n-tv.de, ghö/rts

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