Wirtschaft

Verkauf des Unternehmens Investoren wollen Osram von Börse nehmen

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Der kriselnde Lichttechnikkonzern hatte in der Vergangenheit Investitionen gekürzt und Stellen abgebaut.

Für den Beleuchtungshersteller Osram sieht es trüb aus. Der Konzern will sich in die Hände von Finanzinvestoren begeben. Vorstand und Aufsichtsrat haben bereits grünes Licht gegeben und damit womöglich den Rückzug von der Börse besiegelt.

Bain und Carlyle wollen den Lichttechnikkonzern Osram am liebsten komplett erwerben und von der Börse nehmen. "Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, wird ein Rückzug von der Börse angestrebt", sagte ein Sprecher des Konsortiums auf Nachfrage. Die beiden Finanzinvestoren hatten offiziell ihr bereits in Aussicht gestelltes Übernahmeangebot angekündigt. Pro Osram-Aktie wollen sie dabei 35 Euro in bar zahlen.

Die Angebotsunterlage wird in Kürze bei der Bafin eingereicht. Die Finanzaufsicht hat dann zehn Tage Zeit, um sie freizugeben. Laut dem Sprecher soll sie noch in der zweiten Julihälfte veröffentlicht werden. Die beiden Finanzinvestoren haben für die Übernahme eine Holding mit dem Namen Luz (C-BC) Bidco GmbH gegründet, an der sie jeweils zu gleichen Teilen beteiligt sind.

Für eine vollständige Übernahme aller Osram-Aktien müsste Luz Bidco knapp 3,4 Milliarden Euro aufbringen. Aus Finanzkreisen hieß es, angesichts der geschäftlichen Herausforderungen von Osram sei mit den Banken eine sehr konservative Finanzierung ausgehandelt worden. Nur 30 Prozent des Kaufpreises werde mit Fremdkapital finanziert. Üblich sind bei Private-Equity-Transaktionen deutlich höhere Schuldenquoten.

Der kriselnde Lichttechnikkonzern hatte in der Vergangenheit Investitionen gekürzt und Stellen abgebaut. Osram ist seit der Abspaltung von Siemens 2013 dabei, sich vom Glühlampen-Hersteller zum Spezialisten für Leuchtdioden (LED) und optische Halbleiter zu wandeln. Weil die Automobilindustrie als größter Kunde schwächelt, rechnet Osram aber im Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) mit einem Umsatz- und Gewinneinbruch.

Quelle: n-tv.de, jki/DJ/rts

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