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US-Aufsicht untersucht Buffett-Holding Ist Berkshire Hathaway "too big to fail"?

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warren Buffett dürfte es wohl egal sein, ob seine Berkshire Hathaway "too big to fail" ist.

(Foto: REUTERS)

Ein Satz klingelt vielen Menschen auch Jahre nach der der Finanzkrise noch in den Ohren: "Too big to fail". Unternehmen, vor allem Banken, die zu groß sind, um sie Pleite gehen zu lassen, wurden so bezeichnet. Aber was hat Warren Buffett damit zu tun?

"Too big to fail" - oder: Ist die Beteiligungsholding der Investmentlegende Warren Buffett, Berkshire Hathaway, systemrelevant? Dieser Frage gehen US-Aufsichtsbehörden nach. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, könnte Berkshire künftig strengere Eigenkapitalanforderungen erfüllen müssen, wenn die Aufseher zu diesem Schluss kommen, dass Berkshire systemische Risiken birgt.

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Die Prüfung durch das Financial Stability Oversight Council (FSOC) befindet sich laut dem Informanten allerdings noch in einer frühen Phase. Die Regulierer müssten also nicht zwingend zu dem Schluss kommen, dass Berkshire Hathaway "too big to fail" ist. Allerdings erfülle Buffetts Investmentgesellschaft einige Anforderungen für eine solche Einschätzung.

Breitgefächertes Portfolio

Der US-Regulierer hatte vor Monaten bereits mehrere Finanzunternehmen genauer unter die Lupe genommen und als systemrelevant eingestuft, darunter AIG, Prudential Financial und die General-Electric-Sparte MetLife. Sollte es erneut zu einer Finanzkrise kommen und eines dieser Unternehmen steht vor der Pleite, kann es dann wohl mit Staatshilfe retten, denn eine Insolvenz könnte viel schwerwiegendere Folgen haben. Das ist der Hintergrund hinter dem griffigen Slogane "too big to fail".

Das FSOC wurde nach der Finanzkrise von 2008 ins Leben gerufen und soll Risiken der allgemeinen Finanzstabilität in den Vereinigten Staaten ausfindig machen, die aus einer erheblichen finanziellen Schieflage großer, vernetzter Bankengruppen oder bei Nichtbanken-Finanzunternehmen resultieren.

Berkshire Hathaway hält unter anderem große Aktienpakete an Konzernen wie IBM, American Express, Coca-Cola oder der Esso-Mutter ExxonMobil. Allein die Beteiligung an ExxonMobil im Umfang von 40 Millionen Aktien ist rund 3,7 Milliarden Dollar wert. Allerdings hält Berkshire auch Anteile von großen US-Banken wie Goldman Sachs.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ/rts

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