Wirtschaft

Paket soll Jobs sichern Italien setzt milliardenschwere Hilfen auf

134587816.jpg

25 Milliarden Euro soll das italienische Hilfspaket beinhalten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als eines der ersten europäischen Länder trifft die Pandemie Italien. Zehntausende Menschen sterben, Millionen sind in ihren Wohnungen gefangen, die Wirtschaft bricht ein. Den Unternehmen des Landes will die Regierung helfen und hofft dabei auch darauf, dass aus Brüssel schnell Unterstützung kommt.

Die italienische Regierung hat weitere Hilfen für die von der Coronavirus-Krise arg gebeutelte Wirtschaft beschlossen. Das Paket hat ein Volumen von 25 Milliarden Euro. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte nach einer dreistündigen Kabinettssitzung, die Regierung wolle vor allem Beschäftigung sichern.

In Italien sind mehr als 35.000 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben. Die Wirtschaft des Landes, ohnehin chronisch wachstumsschwach, ist deutlich stärker in Mitleidenschaft gezogen worden als etwa in Deutschland. Laut EU-Prognosen wird das Bruttoinlandsprodukt in Italien dieses Jahr um 11,2 Prozent einbrechen. Die Regierung in Rom hofft, so schnell wie möglich an Mittel aus dem beschlossenen EU-Aufbaufonds zu kommen, der Zuschüsse und günstige Kredite zur Verfügung stellen soll.

Laut dem Entwurf für ein entsprechendes Dekret sollen Teile der neuen Hilfen nur gewährt werden, wenn Unternehmen auf Entlassungen verzichten. 12,6 Millionen Italiener sind wegen der Wirtschaftskrise in einer Art Zwangsurlaub. Sie können nun weiter an Hilfen kommen. Auch die finanzielle Nothilfe für bedürftige Familien in Höhe von monatlich 400 bis 800 Euro soll nach den Plänen der Regierung verlängert werden. Das dürfte Experten zufolge den Konsum der privaten Haushalte stabilisieren.

Kleinere Firmen bekommen zudem länger als bisher Erleichterungen bei ihren Kreditverpflichtungen. Entlastungen erhalten Unternehmen auch bei den Rentenbeiträgen. Bei Staatsbetrieben stehen 1,5 Milliarden Euro für Kapitalerhöhungen bereit. Das Konjunkturpaket muss nun noch vom Parlament beschlossen werden.

Quelle: ntv.de, lwe/rts/AFP