Wirtschaft

A1, A3, A4, A6, Q3, Q5, TT Mehr als 2 Millionen Audi manipuliert

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Bei der Volkswagen-Tochter Audi sind weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge vom Abgas-Skandal betroffen. Allein in Deutschland betrifft das knapp 577.000 Pkw. Deren Motoren sind mit einer Software zur Manipulation von Abgasen ausgestattet.

Von der Abgasaffäre bei Volkswagen sind weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge der Marke Audi betroffen. Das teilte ein Unternehmenssprecher mit. Es handle sich um die Modelle A1, A3, A4, A6, Q3, Q5 und auch TT. In der Region Westeuropa gehe es um 1,42 Millionen Wagen, in Deutschland um 577.000. In den USA betreffe die Manipulation der Abgastechnik rund 13.000 Fahrzeuge.

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VW hatte zugegeben, Abgaswerte in den USA mit einer verbotenen Software manipuliert zu haben. Weltweit sollen bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit dieser Software ausgestattet sein.

Neben Audi waren bereits mit Skoda, Seat und den leichten Nutzfahrzeugen weitere Konzerntöchter von dem Abgas-Skandal betroffen.

Drei Manager gefeuert

Die Affäre zeigt jetzt den Nachteil des Baukastensystems von Volkswagen auf, denn mit vielen gleichen Teilen innerhalb der verschiedenen Baureihen wollte der Konzern seine Effizienz deutlich steigern.

Als maßgeblicher Entwickler des "Baukastens" gilt Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg. Hackenberg soll jetzt wie seine Kollegen von VW Pkw und Porsche, Heinz-Jacob Neußer und Wolfgang Hatz, von seinen Aufgaben entbunden worden sein. Die Manager hatten die technische Verantwortung für die Abgas-Affäre übernommen.

Die Schweiz hatte bereits angekündigt, den Verkauf von betroffenen Dieselfahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda bis auf weiteres zu verbieten.

Die deutschen Autobauer verdienen ihr Geld generell mit großen und PS-starken Fahrzeugen. Audi, Daimler, BMW & Co. sind mit Abstand Weltmarktführer in der Oberklasse. Jetzt könnte die Branche vor einem historischen Umbruch stehen.

Quelle: ntv.de, ppo/rts