Wirtschaft

Dow schließt fast unverändert Microsoft-Zahlen verunsichern Anleger

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Nach einem verlustreichen Auftakt hat sich der Dow am Mittwoch wieder berappelt.

(Foto: AP)

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Enttäuschende Zahlen von Microsoft dämpfen an der Wall Street die Erwartungen an die Berichtsaison. Der Dow fängt sich nach anfänglichen Verlusten im Tagesverlauf wieder, Tech-Werte sind aber wenig gefragt. Gut läuft es für den Cessna-Bauer Textron.

Enttäuschende Zahlen und die wenig optimistische Prognose von Microsoft haben die Stimmung der US-Anleger am Mittwoch getrübt. Der Dow Jones stagnierte bei 33.744 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 1,2 Prozent auf 11.313 Punkte nach, und der breit gefasste S&P 500 schloss kaum verändert bei 4016 Punkten.

"Die Aktienmärkte sind wieder im Minus, da sich die Anleger auf eine enttäuschende Gewinnsaison bei den großen Technologieunternehmen einzustellen scheinen", sagte Marktstratege Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. "Die Gewinne zeichneten ein realistischeres Bild der Aussichten für dieses Jahr, als die Anleger sich selbst davon zu überzeugen schienen, dass dies der Fall sei. Entlassungen, verfehlte Schlagzeilen und schlechte Prognosen werden schnell zur Norm." Die Ergebnisse der US-Großbanken, die die Bilanzsaison eröffnet hatten, seien "nicht besonders gut" gewesen und hätten wahrscheinlich den Ton für die Saison angegeben, so Erlam.

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Als nächstes seien die großen Tech-Unternehmen an der Reihe, und wenn es nach Microsoft gehe, stehe den Investoren eine weitere holprige Fahrt bevor. "Das Cloud-Geschäft war ein enorm wichtiger Wachstumsbereich des Unternehmens, und die Aussicht auf eine Verlangsamung dieses Wachstums zu einer Zeit, in der das Unternehmen Pläne zur Entlassung von 10.000 Mitarbeitern angekündigt hat, ist besorgniserregend."

Die Aktie von Microsoft verlor bis zu 4,6 Prozent, schloss dann mit einem Minus von 0,6 Prozent. Das Wachstum in seinem zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft könnte ins Stocken geraten, warnte der Konzern. Im vergangenen Quartal wuchs es zwar noch wie erwartet um 31 Prozent. Allerdings ist dies der geringste Zuwachs seit 2015.

Die auch nach der Corona-Krise hoch gebliebene Nachfrage nach Privatflugzeugen beflügelte die Aktie des Cessna-Herstellers Textron. Die Titel des US-Flugzeugbauers stiegen in New York um knapp 0,8 Prozent. Textron rechnet im Jahr 2023 mit einem höheren Umsatz, als vom Markt erwartet worden war. Auch im vergangenen Quartal seien die Einnahmen höher als erwartet ausgefallen, teilte der Konzern mit.

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Der Medienkonzern Newscorp hat nach eigenen Angaben die Fusionsgespräche mit Fox Corp beendet. Der Zusammenschluss sei "nicht optimal" für die Aktionäre, hieß es am Dienstag nach Börsenschluss in einer Pflichtmitteilung. Die Newscorp-Aktien kletterten daraufhin um 5,7 Prozent, und die Papiere von Fox Corp gewannen 2,5 Prozent. Mit der Fusion hatte Medienmogul Robert Murdoch versucht, sein Imperium nach fast einem Jahrzehnt wieder aufleben zu lassen.

Ein unerwartet starkes Anschwellen der US-Ölvorräte bremste inzwischen die Ölpreise aus. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um ein halbes Prozent auf 86,40 Dollar pro Barrel (159 Liter). Ansonsten stimmt die Wiedereröffnung Chinas nach den strengen Covid-Beschränkungen die Anleger aber optimistisch. "Die Erwartungen, dass sich Chinas Kraftstoffnachfrage in der zweiten Jahreshälfte erholen wird, nehmen zu und dürften die Marktstimmung stützen", sagte Hiroyuki Kikukawa, General Manager of Research bei Nissan Securities.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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