Wirtschaft

Ende des Tankrabatts Mineralölwirtschaft rät zum rechtzeitigen Volltanken

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Ab September ziehen die Steuern für Sprit wieder deutlich an.

(Foto: dpa)

Ende August ist Schluss mit dem Tankrabatt - die Spritpreise könnten in der Folge anziehen. Die Mineralölwirtschaft rät nun dazu, nicht bis zuletzt mit dem Tanken zu warten. "Lange Schlangen oder gar Versorgungsengpässe" an den Tankstellen seien zu erwarten.

Die Mineralölwirtschaft warnt vor möglichen Engpässen an den Tankstellen zum Ende des Tankrabatts. Das Auslaufen der Steuervergünstigung Ende August stelle eine "logistische Herausforderung für die Branche" dar, erklärte der Mineralölverband En2x in einer Mitteilung.

Erschwerend kämen das Niedrigwasser auf dem Rhein und die hohe Auslastung bei der Güterbahn hinzu. Ab September werden wieder rund 65 Cent Steuern je Liter Benzin fällig und nicht mehr 35 Cent. Bei Diesel sind es dann 47 Cent anstatt aktuell 33 Cent je Liter, erläuterte En2x. Die Tankstellenpreise könnten aber "höher oder niedriger sein", als die reine Änderung bei der Energiesteuer erwarten lasse.

Um "lange Schlangen oder gar Versorgungsengpässe" zu vermeiden, riet der Verband Autofahrerinnen und Autofahrern dazu, stets rechtzeitig zu tanken. Voraussichtlich sei zu Anfang September nur noch wenig vergünstigter Sprit im Angebot. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deshalb "nicht erst mit fast leerem Tank zu Tankstelle fahren".

Warnungen vor einem Preisschock

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In den vergangenen Tagen hatte es bereits Warnungen vor einem Preisschock mit Ende des Tankrabatts gegeben. Im Juli hatte der Tankrabatt zusammen mit dem 9-Euro-Ticket dazu beigetragen, die hohe Inflation in Deutschland leicht zu dämpfen. Zuletzt waren etwa von den Linken Forderungen nach einer Nachfolgeregelung des Tankrabatts laut geworden.

Anfang Juni war die Energiesteuer auf Kraftstoffe gesenkt worden, befristet für drei Monate. Aus Sicht des ADAC sind aber die Spritpreise gemessen am Rohölpreis und Dollarkurs deutlich zu teuer. In der politischen Debatte ist eine Übergewinnsteuer für krisenbedingt hohe Gewinne.

Quelle: ntv.de, kst/AFP

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