Wirtschaft

Älteste Bank der Welt in der Krise Monte dei Paschi droht Index-Aus

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Seit 17 Jahren gehört Monte dei Paschi dem Börsenbarometer an.

(Foto: dpa)

Der gebeutelten Großbank Monte dei Paschi droht ein weiterer Tiefschlag: der Rauswurf aus dem Index der 600 größten europäischen Börsenwerte. Der Kurs der Aktie hat seit 2007 dramatisch an Wert verloren. Dennoch gibt es noch Hoffnung.

Dem krisengeschüttelten italienischen Geldhaus Monte dei Paschi di Siena droht der Rauswurf aus dem Index der 600 größten europäischen Börsenwerte. Analysten der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas rechnen damit, dass die älteste Bank der Welt bei der nächsten turnusmäßigen Überprüfung im September den Stoxx Europe 600 verlassen muss.

Auch deutsche Unternehmen könnten von der Überprüfung des Index betroffen sein. Schaeffler habe gute Chancen aufgenommen zu werden, dagegen müsse Bilfinger wohl den Stoxx Europe 600 verlassen, schrieben die Exane-Experten.

Aktie verliert 90 Prozent an Wert

Für die angeschlagene Monte dei Paschi wäre der Rauswurf aus dem Index der nächste Schlag, seit 17 Jahren gehört sie dem Börsenbarometer an. In den vergangenen Monaten verlor die Bank allerdings wegen ihrer existenzbedrohenden Krise deutlich an Börsenwert - seit 2007 hat die Aktie mehr als 90 Prozent eingebüßt. Das Institut ist nicht einmal mehr eine Milliarde Euro wert, in seinen besten Zeiten kam es auf mehr als zwölf Milliarden Euro.

Die Rettung des drittgrößten italienischen Geldhauses naht aber: Die Europäische Zentralbank nickte einen Sanierungsplan ab, der den Abbau von faulen Krediten sowie eine bis zu fünf Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung vorsieht.

Quelle: ntv.de, kst/rts