Wirtschaft

Hack bei größter Bitcoin-Börse? Mt. Gox-Chef verhaftet

Wohin sind im Februar 2014 Millionen von Bitcoins verschwunden? Auf diese Frage könnte es möglicherweise bald eine Antwort geben: In Tokio wird der Geschäftsführer der einst größten Bitcoin-Börse Mt. Gox, Mark Karpeles, verhaftet.

imago_st_0801_09250001_65331989.jpg3542368101223062369.jpg

Mark Karpeles bestreitet die Vorwürfe

(Foto: imago/Kyodo News)

Mark Karpeles, Geschäftsführer der einst größten und inzwischen insolventen Bitcoin-Börse Mt.Gox, ist in Japan festgenommen worden. Der 30-jährige Franzose wird einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge verdächtigt, im Jahr 2013 unerlaubterweise und zu seinem eigenen Vorteil in das Computersystem der Börse eingegriffen zu haben. Karpeles Anwalt erklärte, sein Mandant bestreite jedes Fehlverhalten.

Im Februar vergangenen Jahres versuchten erst Hacker die Konten bei Mt. Gox zu plündern, kurze Zeit später verschwand erst die Handelsplattform aus dem Internet, dann verschwand Karpeles. Zudem lösten sich Bitcoins im dreistelligen Millionenwert in Luft auf - ein Teil davon tauchte später wieder auf. Schließlich meldete die einst größte Bitcoin-Börse Insolvenz an und begründete den Handelsstopp mit einem Softwarefehler. Der Vorfall hatte große Zweifel an der Sicherheit der unregulierten Börsen aufgeworfen, die Bitcoin-Währung schien am Boden zu sein.

Die virtuelle Währung war im Jahr 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet, der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark.

Quelle: n-tv.de, sla/AFP/dpa

Mehr zum Thema