Wirtschaft

Rahmenvertrag in einer Woche Peugeot soll eine Milliarde für Opel zahlen

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Sichere Geldanlage: Der Kaufpreis alter Autos ist ebenso Verhandlungssache wie der ihrer Hersteller.

(Foto: imago/Manngold)

Die Verhandlungen zwischen GM und Peugeot über den Verkauf von Opel sind offenbar schon weit fortgeschritten. Ein Bericht nennt nun einen Kaufpreis. Zum Barpreis kommen allerdings noch erhebliche, teils unbekannte Summen dazu.

Laut einem Pressebericht haben sich der US-Konzern GM und die französische PSA Gruppe auf eine grundlegende Bewertung von rund zwei Milliarden Dollar für den deutschen Autobauer Opel geeinigt. Für den Kauf der derzeitigen GM-Tochter soll PSA - der Hersteller von Peugeot und Citroën - demnach eine Milliarde Dollar in bar zahlen und rund eine weitere Milliarde an Schulden übernehmen. Das berichtete die Finanzagentur "Bloomberg" unter Berufung auf Insider.

General Motors (GM)
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Ein Rahmenabkommen für den Deal könnte bereits kommende Woche geschlossen werden, hieß es weiter. Dann legt PSA seine Jahresbilanz vor. Verzögerungen seien aber möglich aufgrund der Komplexität der Verhandlungen, berichten die Insider. Auch der Kaufbetrag könne sich noch verändern. Die Bewertung unter anderem von Pensionsverpflichtungen, Markenrechten und von möglichen Sparpotenzialen ist dem Bericht zufolge noch nicht abgeschlossen.

Ein komplizierter Punkt in den Verhandlungen ist laut "Bloomberg" vor allem die Identifizierung möglicher Synergien zwischen PSA und Opel. Angesichts der Überkapazitäten in der europäischen Autobranche und der sich stark überlappenden Modellpalette von Opel, Peugeot und Citroën geht es dabei um große Summen.

Allerdings müssen die Konzerne die Gewerkschaften und die Politik in ihre Rechnung einbeziehen. Arbeitnehmervertreter, die Bundesregierung sowie Landesregierungen und Kommunen mit Opel-Standorten haben bereits wiederholt betont, dass sie auf der Einhaltung aller von GM eingegangenen Verpflichtungen zum Erhalt von Werken und Arbeitsplätzen bestehen. Berichten zufolge, hat GM-Chefin Mary Barra Opel zugesichert, dass es auch künftig als eigenständiges Unternehmen erhalten bleiben soll.

Quelle: n-tv.de, mbo

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