Wirtschaft

Topverlierer im Dax Präsident Trump schickt Autowerte ins Minus

Geht es der deutschen Automobilindustrie gut, läuft auch die Gesamtkonjunktur hierzulande. Der Wahlsieg Trumps könnte deshalb für ernsthafte Probleme sorgen. Die Anleger reagieren.

Mit deutlichen Abgaben haben die Autowerte europaweit auf den Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl reagiert. Der Stoxx-600-Branchen-Index verlor 1,4 Prozent. In Deutschland führten Daimler, BMW und Volkswagen die Verliererliste im Börsenleitindex Dax an. Die Abgaben betrugen jeweils rund 3 Prozent. Das Marktumfeld war zwar negativ gestimmt, das Minus beim Dax fiel aber deutlich geringer aus.

"Donald Trump steht für Protektionismus", kommentierte n-tv Börsenexpertin Sabrina Marggraf. Die exportorientierte deutsche Autobranche gerate dadurch besonders stark unter Druck. n-tv.de Autoexperte Helmut Becker mahnte dagegen zur Ruhe: "Die Trump-Ankurbelungspolitik für die Infrastruktur dürfte längerfristig auch dem Automarkt zugute kommen." Er führte weiter aus: "Im Übrigen produzieren die deutschen Hersteller über eine Million Autos in Nordamerika. Sie sind dort also - genauso wie auch die Zulieferer - fest verankert und von daher wenig anfällig."

Bei den Autos belasteten neben der generell steigenden Risikoaversion vor der US-Wahl auch die US-Absatzzahlen. Hier fielen besonders BMW negativ auf. "Die Zahlen waren ein Desaster", sagte ein Händler: "Vor den Quartalszahlen, die übermorgen anstehen, sorgen sie für einen Rückzug aus der Aktie aus Sicherheitsgründen." Die Marke BMW musste im Oktober einen Absatzeinbruch um 18,4 Prozent hinnehmen.

Nur Fiat Chrysler schnitt schlechter ab: Hier brachen die Absätze um 45 Prozent ein. VW fielen dagegen nur um 0,7 Prozent, Daimler um 1,4 Prozent.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ

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