Wirtschaft

Keine Flügel gewachsen Red-Bull-Trinker bekommen zehn Dollar

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Weil nach dem Trinken einer Dose Red Bull keine Flügel wachsen, wird der Konzern in den USA möglicherweise viel Geld zahlen müssen.

(Foto: picture alliance / dpa)

"Red Bull verleiht Flügel" heißt es in der Werbung. In den USA nimmt ein Konsument das Unternehmen beim Wort, wartet vergeblich auf seinen Höhenflug und zieht vor Gericht. Nun wird Red Bull zahlen.

Mit dem Slogan "Red Bull verleiht Flügel" wirbt der österreichische Energydrink-Hersteller für sein angeblich leistungssteigerndes Getränk. Verbraucher in den USA nahmen die Losung wörtlich und strengten vor einem Bundesgericht in New York eine Sammelklage gegen das Unternehmen an. Begründung: Der Spruch entspreche nicht der Wahrheit.

Nun akzeptierte das Unternehmen US-Medienberichten zufolge wegen irreführender Werbung einen Vergleich in Höhe von 13 Millionen Dollar - umgerechnet 10,3 Millionen Euro. Jeder, der zwischen 2002 und 2014 mindestens eine Dose Red Bull gekauft hat und einen festen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten hat, soll einmalig zehn Dollar Entschädigung beantragen können - mit gleichzeitigem Verzicht auf eine spätere Klage wegen Irreführung. Ob ein Kassenbon für die Erstattung benötigt wird, ist unklar.

Die Juristen der Klägerseite suchen nun weitere Verbraucher, die einen Energydrink von Red Bull in den USA gekauft haben. Sie können sich bis zum 2. März 2015 auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite eintragen oder telefonisch beziehungsweise per Post einen Antrag stellen, durch den sie entweder eine finanzielle Entschädigung oder wertgleiche Red-Bull-Produkte erhalten.

Red Bull will Massenklage verhindern

Die von einer New Yorker Anwaltskanzlei verfasste Zivilklage warf Red Bull vor, mit seiner Werbung außerordentliche Leistungssteigerungen durch den Genuss des Energydrinks zu suggerieren. Dabei verleihe das Getränk Konsumenten nicht mehr Energie als "eine Tasse Kaffee". Zudem fördere das Getränk - im Gegensatz zum vom Unternehmen erweckten Eindruck - nicht die Fitness.

Red Bull akzeptierte den Vergleich nach eigenen Angaben, um keine Zeit mit einem kostspieligen Gerichtsverfahren zu vergeuden und eine Sammelklage zu verhindern. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass seine Werbung immer die Tatsachen widergespiegelt habe. Der Vergleich muss noch von dem Gericht bestätigt werden. Ein Termin für eine Anhörung wurde für den 1. Mai 2015 anberaumt.

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa/AFP

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