Wirtschaft
Die Zahl der Einbrüche steigt.
Die Zahl der Einbrüche steigt.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 21. September 2016

Angst vor Einbrüchen: Sicherheitsbranche verzeichnet Umsatzboom

Hinter Schloss und Riegel: Die Deutschen sichern ihre Wohnungen und Häuser immer mehr ab. Grund ist die steigende Zahl von Einbrüchen - und auch eine diffuse Terror-Angst. Die Sicherheitsbranche freut sich über ein dickes Umsatzplus.

Angesichts deutlich gestiegener Einbruchszahlen stecken die Deutschen mehr Geld in die Sicherung von Haus und Wohnung. Allein bei Alarmanlagen hätten die Umsätze 2015 im Vorjahresvergleich um 7,4 Prozent auf 741 Millionen Euro zugelegt, sagte der Chef des Bundesverbandes Sicherheitstechnik, Norbert Schaaf, bei einer Pressekonferenz zur bevorstehenden Messe "Security 2016". Bei mechanischen Sicherungen etwa von Türen und Fenstern durch Schlösser und Beschläge gab es nach Branchenangaben ein deutliches Wachstum um ein Zehntel auf rund eine Milliarde Euro. Vergleichsjahr ist hier 2013.

Der steigende Trend setze sich im laufenden Jahr fort, sagte Schaaf. Viele Kunden seien durch die hohen Einbruchzahlen verunsichert. Hinzu kämen die öffentlichen Diskussionen etwa über die Terrorgefahr, auch wenn objektiv kein Zusammenhang zu Einbrüchen bestehe.

Häufig gekauft werden etwa hochwertigere Schlösser und Querriegel für Türen, Sicherungen der Fenster und Alarmanlagen, die zunehmend mit dem Smartphone des Mieters oder Hausbesitzers kommunizieren können. Die Zahl der Einbrüche hatte 2015 im Vorjahresvergleich um fast zehn Prozent auf mehr als 167.000 zugelegt, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière Ende Mai bekanntgegeben hatte. Seit 2007 stiegen sie um mehr als 50 Prozent.

Die Messe "Security 2016" mit mehr als 1000 Ausstellern in Essen dauert vom 27. bis 30. September. Themen sind neben dem Schutz vor Einbrechern unter anderem die Datensicherheit, die Terrorabwehr und der Schutz durch Sicherheitsdienste - etwa die Bewachung von Flüchtlingsunterkünften. Die gesamte Branche erzielte im vergangenen Jahr 14,5 Milliarden Euro Umsatz - 17 Prozent mehr als 2013.

Quelle: n-tv.de