Wirtschaft

Gewinnsprung dank Blockbuster-Kino "Thor" schlägt bei Disney zu

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(Foto: Jay Maidment / Disney / Marvel)

Im Sommer floppt bei Disney noch "Lone Ranger", aber danach folgen mit dem zweiten Teil der "Thor"-Saga und dem animierten Märchen "Die Eiskönigin" zwei absolute Blockbuster. Der Konzernumsatz und Gewinn springen an - auch die Aktie profitiert.

Der US-Medienkonzern Walt Disney kann auf ein traumhaftes Jahresende zurückblicken und damit auch auf einen starken Start ins neue Geschäftsjahr. Vor allem das Weihnachtszeit lief glänzend - dank zweier Kino-Blockbuster. Nach Angaben des Unternehmens sorgten das animierte Märchen "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" und der Actionfilm "Thor - The Dark Kingdom" für sich füllende Kassen. Diese beiden Filme sorgten allein für einen Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar. Der zweite Teil der "Thor"-Saga erscheint am 20. März in Deutschland auf DVD und Blu-ray, "Die Eiskönigin" dann Anfang April.

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Auch die restlichen Sparten warfen im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember ausnahmslos mehr Geld ab: von den Fernsehsendern über die Freizeitparks, Ferienressorts und Kreuzfahrtschiffe bis hin zu den Merchandising-Artikeln. Selbst die lange defizitäre Internet- und Spielesparte verdiente reichlich.

Anleger zufrieden

Der Umsatz stieg laut Disney insgesamt um 9 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar (9,1 Milliarden Euro). Der Gewinn schnellte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um ein Drittel auf unterm Strich 1,8 Milliarden Dollar in die Höhe.

"Wir hatten ein unglaublich starkes erstes Quartal", sagte Firmenchef Robert Iger. Auch die Anleger waren begeistert. Die Aktie stieg nachbörslich um 4 Prozent.

Kino - dafür werden Filme gemacht

Disney ist ein Unterhaltungskonglomerat. Der Konzern hatte sich auch das "Star Wars"-Imperium von George Lucas einverleibt und plant mehrere Fortsetzungen. Dank der Kinohits steigerte die Filmsparte im vergangenen Quartal ihren Umsatz um satte 23 Prozent, ihren operativen Gewinn sogar um 75 Prozent. Im Sommer hatte Disney mit dem Westernfilm "The Lone Ranger" mit Johnny Depp noch eine Bruchlandung erlitten.

Größter Umsatzbringer sind die Fernsehsender mit dem Sportkanal ESPN sowie dem Flaggschiff ABC. Dieser Zweig legte jedoch mit 4 Prozent am geringsten zu beim Umsatz. Die Parks und Kreuzfahrtschiffe brachten es auf ein Wachstum von 6 Prozent.

Auch der Rivale Time Warner (CNN, HBO, Filmstudio Warner Brothers) hatte jüngst an Filmen gut verdient, besonders am "Hobbit". Rupert Murdochs neu geformter Medienkonzern 21st Century Fox (Fox-Sender, Hollywood-Studio 20th Century Fox) legt seine Geschäftszahlen an diesem Donnerstag vor.

Quelle: ntv.de, bad/DJ/dpa