Wirtschaft

Explosion im Stahlwerk Toyota muss die Bänder anhalten

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Ein zerstörter Heizofen im Stahlwerk bei Nagoya reicht aus: Der Produktionsstopp trifft alle japanischen Toyota-Werke (Archivbild).

(Foto: imago/AFLO)

Das ist der Albtraum, vor dem sich jeder Industriekonzern fürchtet: Weil die Lieferung von Stahlbauteilen stockt, kommt beim weltgrößten Automobilkonzern die Produktion zum Erliegen. Lieferengpässe legen alle japanischen Toyota-Werke lahm.

Der japanische Autobauer Toyota muss wegen eines Stahlengpasses seine Produktion in allen japanischen Fabriken für eine Woche unterbrechen. Vom 8. bis zum 13. Februar stünden die Bänder still, kündigte der größte japanische Autohersteller an. Auslöser sei die Explosion Anfang Januar in einem Stahlwerk beim Partner Aichi Steel. Nähere Details nannte Toyota nicht. Am 15. Februar würden die Bänder wieder angefahren.

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Im vergangenen Jahr hatte Toyota in Japan vier Millionen Fahrzeuge produziert. Davon wurde fast die Hälfte exportiert. Im Dezember rollten täglich rund 13.600 Wagen aus den Werken. Toyota ist bekannt dafür, kaum Autoteile auf Lager zu haben, sondern sie sich bedarfsorientiert mehrmals am Tag liefern zu lassen. Das spart zwar enorme Kosten bei der Vorratshaltung, macht den Konzern allerdings anfällig für Probleme oder auch nur Produktionsschwankungen bei Zulieferern.

In dem Stahlwerk von Aichi Steel im Hafen von Nagoya in der südjapanischen Präfektur Aichi war am 8. Januar ein Heizofen beim Wiederanfahren zur Nachtschicht explodiert. Vier Arbeiter erlitten leichte Verletzungen. Die Anlage wurde bei dem Vorfall teilweise schwer beschädigt.

Produktionspause ab 8. Januar

"Derzeit gibt es genug Vorrat, um die Produktion der Werke in Japan bis zum 6. Februar aufrecht zu erhalten", hatte ein Toyota-Sprecher am Wochenende erklärt. Anschließend werde je nach Warenbestand von Tag zu Tag entschieden. Kurzfristigen Ersatz am Weltmarkt kann Toyota offenbar nicht beziehen. Um welche Bauteile es sich genau handelt, wollte Toyota nicht erläutern.

Aichi Steel will den Betrieb in dem Werk im März wieder aufnehmen. Toyota baut täglich 13.000 bis 14.000 Fahrzeuge in Japan. Lokale Medien spekulieren bereits seit Tagen über mögliche Auswirkungen auf die Produktion. Wie "Kyodo News" berichtete, sollen wegen der Unterbrechung der Lieferkette nächste Woche zunächst nur die bislang fest eingeplanten Überstunden gestrichen werden.

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Quelle: n-tv.de, mmo/rts

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