Wirtschaft

Europa und seine Banken US-Finanzminister macht sich Sorgen

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Jack Lew: "Europa hat nicht so viel getan wie die USA."

(Foto: dpa)

Die Turbulenzen um die Deutsche Bank treiben auch Jack Lew um. Der amerikanische Finanzminister sieht allerdings Handlungsbedarf bei der gesamten europäischen Bankenlandschaft.

US-Finanzminister Jack Lew hat die Europäer angesichts der Turbulenzen um die Deutsche Bank aufgefordert, ihre Bankenlandschaft in Ordnung zu bringen. Zur größten deutschen Bank selbst wollte sich Lew bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington nicht äußern. Er forderte die Europäer aber generell auf, sicherzustellen, dass ihre Banken angemessen mit Kapital ausgestattet und in die Lage versetzt werden, mit zukünftigen Stabilitätsrisiken umzugehen.

Mit Blick auf die Sanierung der Banken nach der Finanzkrise 2008 formulierte Lew: "Wir haben deutlich gemacht, dass Europa nicht so viel getan hat wie die USA." Er bezog sich damit auf schärfere Kapitalanforderungen und Regulierungen für US-Banken. Es gehe um einen Bereich, in dem es manchmal besser sei, eher mehr zu tun als weniger, sagte er.

Lew stieß damit ins gleiche Horn wie zuvor der IWF. Auch der Fonds hatte in seinem Bericht zur globalen Finanzstabilität erheblichen Anpassungsbedarf gerade bei europäischen Banken festgestellt. Etliche von ihnen sollten nach IWF-Auffassung überprüfen, ob ihr Geschäftsmodell angesichts veränderter Bedingungen noch zukunftsträchtig sei.

Quelle: ntv.de, wne/rts