Wirtschaft

Prognose halbiert Weltstahlverband stapelt tiefer

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(Foto: picture alliance / dpa)

Überkapazitäten und nachlassende Erholung. Die weltweite Stahlproduktion wird im kommenden Jahr schwächer zulegen als bislang erwartet. Der Branchenverband passt seine Erwartungen an.

Der Weltstahlverband hat seine Erwartungen für dieses und das kommende Jahr zurückgeschraubt. Unter anderem wegen eines schwächeren Nachfragewachstums in China sowie Einbußen infolge der Ukraine-Krise werde der weltweite Verbrauch 2014 und 2015 nur noch um je zwei Prozent zulegen, teilte die Organisation mit. Zuvor hatte der Verband Zuwächse von 3,1 beziehungsweise 3,3 Prozent erwartet.

Im kommenden Jahr würde die Menge damit auf knapp 1,6 Milliarden Tonnen zulegen. Der Schwung aus dem zweiten Halbjahr 2013 habe sich in den vergangenen Monaten nicht fortgesetzt, sagte der Vorsitzende des Wirtschaftskomitees des Verbands, Hans Jürgen Kerkhoff, in Moskau. 2013 war Verbrauch noch um 3,8 Prozent gestiegen.

Der Verband vertritt etwa 170 Stahlhersteller und Organisationen, die für rund 85 Prozent der weltweiten Produktion stehen. Angeführt wird die Vereinigung ab sofort von Voestalpine-Chef Wolfgang Eder. In der russischen Hauptstadt trifft sich die Branche um ArcelorMittal und ThyssenKrupp zur Weltstahlkonferenz. Kerkhoff ist Präsident des deutschen Stahlverbands.

Hierzulande zieht die Nachfrage nach den Krisen der vergangenen Jahre derzeit wieder an. Der Verbrauch soll 2014 um 3,2 Prozent auf 39,1 Millionen Tonnen zulegen und im kommenden Jahr um 2,3 Prozent anziehen. Ingesamt kämpft die Schwerindustrie jedoch in Europa mit Überkapazitäten. Die Stahlkocher bauen Tausende Jobs ab.

Quelle: ntv.de, jwu/rts