Wirtschaft

Fed-Ökonomen rechnen nach Wie stark belastet der starke Dollar?

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(Foto: dpa)

Eine starke Währung schwächt die Konjunktur. Was schon VWL-Studenten lernen, wird nun durch wissenschaftliche Studien in den USA untermauert. Demnach schwächt eine zehnprozentige Aufwertung des Dollars die US-Wirtschaft um einen halben Prozentpunkt im Jahr.

Die Stärke des US-Dollar belastet die amerikanische Konjunktur. Dieser volkswirtschaftlichen Grunderkenntnis sind Wirtschaftsforscher der New Yorker Fed näher auf den Grund gegangen, um die Folgen einer starken Heimatwährung zu quantifizieren.

US-Dollar / Euro
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Die beiden Forscher Mary Amiti und Tyler Bodine-Smith kamen zu dem Ergebnis, dass eine zehnprozentige Aufwertung des Dollar innerhalb von drei Monaten die US-Wirtschaft einen halben Prozentpunkt Wachstum im gesamten Jahr kostet, wie aus einem Bericht auf der Webseite des New Yorker Zweigs der amerikanischen Zentralbank hervorgeht.

Wenn die Stärke des Dollar dann Bestand hat, wird das die Konjunktur mit einem fehlenden Wachstum von 0,2 Prozent im folgenden Jahr belasten. Da die Fed langfristig nur mit einem Wachstum der US-Wirtschaft von 2 bis 2,3 Prozent rechnet, sind die Folgen eines starken Dollar durchaus heftig zu spüren.

Die Autoren der Studie merken an, dass der Dollar seit Mitte 2014 insgesamt um 12 Prozent im Wert gestiegen ist. Im ersten Quartal war das BIP der USA kontrahiert. Neben einem kalten Winter und Hafenschließungen war es auch die starke Heimatwährung, die die Wirtschaftsleistung beeinträchtigte. Ein starker Dollar mindert die Exportchancen der USA, während Importe billiger werden.

Quelle: ntv.de, sla/DJ

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