Montag, 13. Januar 2020Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
Kai Stoppel
17:53 Uhr

Allzeithoch aus dem Auge verloren - Dax im Minus

Dax
Dax 12.606,57

Da war ich zu Handelsbeginn wohl etwas zu optimistisch: Ein neues Allzeithoch steht heute zu keiner Zeit wirklich zur Debatte beim Dax. Am Ende büßt der deutsche Leitindex sogar Punkte ein und schließt 0,2 Prozent leichter bei 13.452 Zählern.

Zurückhaltung statt Rekordjagd ist demnach zum Wochenbeginn das Motto unter Anlegern. Womöglich wollen sie sich vor der Unterzeichnung der ersten Phase eines Handelsabkommens zwischen den USA und China nicht aus der Deckung wagen.

Die Stimmung an den Aktienmärkten sei jedoch weiterhin gut, sagt Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. Zwar seien im Handelskonflikt zwischen den USA und China weiterhin mehrere Streitpunkte offen. "Dennoch signalisiert ein solcher Schritt, dass beide Seiten an einer baldigen Lösung des lange andauernden Handelsstreits interessiert sind."

Im Dax haben Wirecard die Nase vorn mit einem Plus von 2,4 Prozent. Der Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats sorgt für positive Impulse. Wulf Matthias tritt vom Vorsitz des Gremiums zurück und wird durch Thomas Eichelmann ersetzt. Auf Platz zwei im Dax landen Infineon - mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent.

Allerdings gibt es auch eine lange Liste von Verlierern: Ganz hinten im Dax finden sich Continental mit einem Minus von 2,6 Prozent. Auch Lufthansa büßen 2,0 Prozent ein, Deutsche Bank verlieren 1,5 Prozent.

Damit geht der erste Frankfurter Handelstag in dieser Woche zu Ende. Ich verabschiede mich von Ihnen und wünsche noch einen angenehmen Abend.

Ihr Kai Stoppel

16:55 Uhr

Nah an Rekordhochs - macht Einstieg in Aktien noch Sinn?

Der Dax hat es mittlerweile bis ganz knapp an sein altes Rekordhoch heran geschafft. Macht es Sinn, jetzt noch einzusteigen? Was passiert, wenn der Höhenflug plötzlich endet?

Wie Anleger mithilfe von Best Express Zertifikaten einen Puffer einbauen können und trotzdem an einem weiteren Höhenflug der Börse beteiligt sind, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Benjamin Weisbarth von der Citigroup.

 

16:32 Uhr

Netflix wird mit Oscar-Nominierungen überschüttet

Netflix
Netflix 408,25

Das US-Filmportal Netflix hat 24 Oscar-Nominierungen eingeheimst, darunter zwei für den besten Film. In das Rennen um die Auszeichnung für den besten Film gehen die Netflix-Produktionen "The Irishman" und "Marriage Story". Die Aktie liegt im frühen US-Handel mit 1,7 Prozent im Plus.

Favorit bei der diesjährigen Verleihung des wichtigsten US-Filmpreises ist jedoch der Comic-Thriller "Joker" mit insgesamt elf Nominierungen, darunter für den besten Film und den besten Hauptdarsteller Joaquin Phoenix. Die Oscar-Verleihung findet am 9. Februar in Hollywood statt.

Alle Nominierungen sehen Sie hier im tabellarischen Überblick.

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Auch "The Irishman" wurde als bester Film und für die beste Regie nominiert. Während Hauptdarsteller Robert de Niro (rechts) in diesem Jahr nicht berücksichtigt wurde, können sich mit Al Pacino und Joe Pesci (links) gleich zwei Nebendarsteller Hoffnung auf einen Oscar machen.

(Foto: imago images/Cinema Publishers Collection)

 

16:12 Uhr

Vorfreude auf US-China-Deal gibt Wall Street Aufwind

S&P 500
S&P 500 3.246,07

Die Wall Street startet in die Handelswoche, und die erwartete Unterzeichnung der ersten Phase eines Handelsabkommens zwischen den USA und China sorgt für gute Laune bei US-Investoren. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,2 Prozent fester bei 28.884 Punkten.

Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt ebenfalls 0,2 Prozent auf 3273 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt 0,4 Prozent zu auf 9216 Punkte.

Die Aktien der Boeing-Zulieferer Hexcel und Woodward legen um 10,1 beziehungsweise 2,8 Prozent zu. Die beiden Unternehmen schließen sich zusammen, die Fusion hat ein Volumen von 6,43 Milliarden Dollar.  

15:54 Uhr

Rückschlag für Lufthansa - Diese Airline ist jetzt die größte Europas

Lufthansa
Lufthansa 7,29

Der Lufthansa-Konzern hat seine Stellung als Europas größte Passagier-Airline erneut an den irischen Billigflieger Ryanair abgegeben. Im Jahr 2019 flogen rund 145,2 Millionen Menschen mit der Lufthansa und ihren Töchtern wie Eurowings, Swiss, Brussels und Austrian Airlines, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Das waren trotz dreier Streikwellen der Flugbegleiter 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber weniger als bei der irischen Ryanair, die samt ihren Töchtern wie der österreichischen Lauda auf 152,4 Millionen Passagiere kam. Bereits 2016 hatten die Iren der Lufthansa den Thron vorübergehend abgejagt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:10 Uhr

Britische Wirtschaft schwächelt - Pfund fällt

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Containerhafen in Teesport, Grossbritannien.

(Foto: imago images/Winfried Rothermel)

Die britische Wirtschaft zeigt vor dem anstehenden Brexit Anzeichen von Schwäche - das  Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im November binnen Jahresfrist lediglich um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, wie das nationale Statistikamt ONS mitteilte. Dies ist der schwächste Zuwachs seit Juni 2012. Im Oktober hatte es noch ein Plus von 1,0 Prozent gegeben.

Dies dürfte der jüngsten Debatte über eine Lockerung der Geldpolitik Vorschub leisten. An den Finanzmärkten stieg die aus Terminkontrakten abgeleitete Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung auf der kommenden Notenbanksitzung Ende Januar deutlich.

Der Kurs des britischen Pfunds gerät in der Folge unter Druck. Es fällt auf 1,2967 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit Ende Dezember.

14:35 Uhr

In Krisen sind Kriegs-Aktien gefragt - wie diese aus den USA

Natürlich sind Krisen und Kriege meistens Gift für die Aktienmärkte. Aber es gibt unter den Wertpapieren Ausnahmen - nämlich solche, die von Krieg direkt profitieren, wie etwa die von Herstellern von Kriegsgerät.

Dazu zählen auch einige US-Konzerne, die an der Wall Street gehandelt werden: Die Aktien von Lockheed Martin, Northrop Grumman und Raytheon steigen vorbörslich um jeweils rund ein Prozent. Lockheed-Titel kosten mit 418,59 Dollar zudem so viel wie noch nie.

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Der Luftüberlegenheitsjäger F-22 Raptor von Lockheed Martin war bereits über Syrien im Einsatz.

(Foto: picture alliance / dpa)

14:17 Uhr

Aktie von Beyond Meat setzt Höhenflug fort

Beyond Meat
Beyond Meat 147,90

Beyond Meat bleibt auch nach dem Fabel-Gewinn aus der Vorwoche heiß. Nach einem Kurssprung von 27,4 Prozent in der vergangenen Woche legten die Papiere des Anbieters veganer Burger-Buletten im vorbörslichen US-Geschäft um weitere 4,3 Prozent zu.

Für Auftrieb hatte zuletzt gesorgt, dass McDonald's Beyond-Meat-Burger künftig in 52 kanadischen Filialen und damit in fast doppelt so vielen wie bislang anbieten will. Rivale Impossible Foods hatte zuvor seine Verhandlungen mit McDonalds beendet - das Unternehmen konnte nicht die benötigte Menge seiner Fleisch-Alternative liefern.

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(Foto: REUTERS)

 

13:32 Uhr

Bericht: Nissan plant heimlich Trennung von Renault

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Ein weiterer Zeitungsbericht belastet die Aktien von Renault – in diesem geht es um ein mögliches Ende der Zusammenarbeit mit dem japanischen Autohersteller Nissan. Unter Berufung auf Insider berichtete die "Financial Times", Nissan treibe geheime Pläne für eine Auflösung der Allianz voran.

Dabei gehe es unter anderem darum, die Kooperation bei Entwicklung und Fertigung zu beenden, auch werde über Änderungen im Nissan-Aufsichtsrat nachgedacht. Die Renault-Aktien geben vier Prozent nach auf ein Sechs-Jahres-Tief von 40,16 Euro und sind damit der größte Verlierer im französischen Leitindex.

Nissan habe diese Planungen seit der Flucht von Ex-Chef Carlos Ghosn aus Japan Ende Dezember beschleunigt, hieß es weiter. Renault war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

12:39 Uhr

So viel hätte Klimaaktivistin Neubauer bei Siemens verdient

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Luisa Neubauer will nicht die fette Kohle verdienen, sondern das Klima schützen.

(Foto: imago images/Jürgen Heinrich)

Das hätte ich mir an ihrer Stelle zweimal überlegt: Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat nach einer Auseinandersetzung über eine Siemens-Investition in ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien das Angebot von Siemens-Chef Joe Kaeser abgelehnt, einen Sitz im Aufsichtsgremium des künftigen Unternehmens Siemens Energy zu übernehmen.

Allerdings entgeht der Fridays-for-Future-Aktivistin nicht nur die Einflussnahme auf Geschäfte der Tochter eines Dax-Konzerns, sondern auch ein sattes Gehalt. Wie die "Bild"-Zeitung ausgerechnet hat, hätte sich Neubauer möglicherweise über einen Scheck in Höhe von jährlich rund 200.000 Euro freuen können.

Das Geld muss sie nicht selbst in die Tasche stecken: Laut dem Bericht spenden einige Aufsichtsräte - etwa Vertreter der Arbeitnehmer und Gewerkschaften - ihre Vergütung zum Beispiel gewerkschaftsnahen Stiftungen.

Lesen Sie zu dem Thema auch den Kommentar meines Kollegen Thomas Schmoll: Wenn Klimaschutz zur PR-Schlacht verkommt

 

11:57 Uhr

Wirecard-Aktie sprintet an die Dax-Spitze

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Unter den Einzelwerten setzen sich die Aktien von Wirecard mit einem Plus von zwischenzeitlich mehr als drei Prozent an die Spitze im Dax. Anleger reagieren erfreut auf einen Wechsel an der Spitze des Kontrollgremiums. Aufsichtsratschef Wulf Matthias hat sein Amt mit sofortiger Wirkung abgegeben.

Der bisherige Leiter des Prüfungsausschusses, Thomas Eichelmann, leitet nun das Gremium. Anleger setzten darauf, dass der neue Aufseher Firmenchef Markus Braun genauer auf die Finger schauen wird, sagt ein Börsianer.

10:38 Uhr

Ghosn droht Renault mit Enthüllungen

Renault
Renault 22,05

Um die Aktien der europäischen Autobranche steht es zum Wochenbeginne eigentlich nicht schlecht - nur sticht negativ heraus: Renault. Die Papiere des französischen Autobauers geben um 3,7 Prozent nach. Auslöser sind neue Äußerungen des Ex-Automanagers Carlos Ghosn.

"Renault leiden etwas unter der Sorge, dass Ghosn doch unerwünschte Dinge enthüllen könnte", sagt ein Händler. Denn in einem aktuellen Interview des Ex-Chefs von Renault und Nissan im "Le Figaro" habe er angedroht, "Namen" zu "beteiligte Personen" zu nennen. Die Zeitung vermutet dahinter, dass Ghosn auf eine Revanche aus sei. Dies mache die Sache für Renault unkalkulierbar, so der Händler.

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Ghosn war am 19. November 2018 in Tokio festgenommen und angeklagt worden - seine Freilassung auf Kaution nutzte er zur Flucht in den Libanon.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

10:23 Uhr

Was bringt das Börsenjahr 2020?

2019 war ein außergewöhnlich gutes Jahr für die Börsen. Wird 2020 da mithalten können? Themen wie der Nahostkonflikt oder die Präsidentschaftswahl in den USA werden sicherlich auch im neuen Jahr die Kapitalmärkte beeinflussen. Nur: Wird das eher ein positiver oder eher ein negativer Einfluss sein? Friedhelm Tilgen spricht mit Dirk Grunert von Morgan Stanley und Robert Halver von der Baader Bank darüber, wie Anleger darauf reagieren können.

 

10:05 Uhr

Autokrise kostet Deutschland erheblich an Wachstum

Die deutsche Autoindustrie schwächelt, die inländische Produktion schrumpfte im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent, nachdem sie bereits 2018 um 9,3 Prozent zurückgegangen sei. Das schlägt sich auch deutlich auf das deutsche Wirtschaftswachstum nieder, wie das Ifo-Institut ermittelt hat.

"Diese Schwäche dürfte den Anstieg der Wirtschaftsleistung 2019 um etwa 0,75 Prozentpunkte gedämpft haben", sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. "Dabei haben wir die Zulieferungen aus anderen Branchen berücksichtigt."

Auch wegen der schwächelnden deutschen Vorzeigebranche dürfte das Bruttoinlandsprodukt im abgelaufenen Jahr mit 0,6 Prozent so langsam gewachsen sein wie seit 2013 nicht mehr, sagen Ökonomen voraus. 2018 hatte es noch ein Plus von 1,5 Prozent gegeben.

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Seit Anfang 2019 hat laut Info-Institut die Beschäftigtenzahl im Kraftfahrzeugbau saisonbereinigt um 1,3 Prozent abgenommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

09:39 Uhr

Iran als Unsicherheitsfaktor - Ölpreise steigen

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 40,28

Die Ölpreise sind leicht gestiegen. Der freundliche Start folgt auf eine Woche mit starken Verlusten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,06 US-Dollar. Das waren acht Cent mehr als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg ebenfalls leicht um elf Cent auf 59,15 Dollar.

In der vergangenen Woche waren die Erdölpreise deutlich gefallen. Auslöser war eine tendenzielle Entspannung im Verhältnis zwischen den USA und Iran. Die Gefahr eines Krieges zwischen den beiden Ländern scheint dadurch gesunken zu sein. Im Iran bleibt die Lage jedoch fragil. Nachdem die iranische Führung eingeräumt hatte, dass ein ukrainisches Passagierflugzeug versehentlich abgeschossen worden sei, formierten sich neuerliche Proteste gegen die Regierung. Iran gehört als ölreiches Land zum Erdölkartell Opec. Aufgrund harter Sanktionen ist der Ölexport des Landes aber stark geschrumpft.

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(Foto: picture alliance/dpa)

 

09:19 Uhr

Dax nähert sich neuem Allzeithoch

Dax
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Macht er's oder macht er's nicht - das ist an der Frankfurter Börse heute die große Frage. Die Rede ist vom neuen Allzeithoch des Dax, dafür reicht ein Plus von lediglich 0,85 Prozent. Nicht trivial, aber machbar, angesichts der nahenden Unterzeichnung des ersten Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China, welches die Börsen zuletzt beflügelte.

Zum heutigen Handelsstart sind es jedoch nur 0,2 Prozent, die der Dax zulegt, womit er auf 13.505 Punkte klettert. Das bisherige Allzeithoch bei 13.597 Punkten, mittlerweile fast genau zwei Jahre alt, hat damit erstmal weiter Bestand.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:49 Uhr

Euro verbucht leichte Gewinne

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,17

Der Euro ist mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Am Morgen kostete die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1125 US-Dollar und damit etwas mehr als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1091 Dollar festgesetzt.

Mit Blick auf Konjunkturdaten dürfte dem Devisenmarkt ein ruhiger Wochenstart ins Haus stehen. Wichtige Wirtschaftsdaten werden weder aus dem Euroraum noch aus den USA erwartet. In Großbritannien werden einige Daten mit geringerer Marktrelevanz veröffentlicht. In den USA melden sich einige ranghohe Notenbanker zu Wort.

08:33 Uhr

Dax schielt zum Wochenstart auf Rekordhoch

Dax
Dax 12.606,57

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Freitag hatte er knapp im Minus bei 13.487,31 Punkten geschlossen. Damit blieb er in Reichweite seines Rekordhochs vom Januar 2018. Von der nahenden Unterzeichnung des ersten Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China versprechen sich Börsianer frischen Wind für die Weltwirtschaft. Zusätzlichen Schub erhoffen sie sich von der anlaufenden Bilanzsaison. Vor allem die US-Banken hätten in den vergangenen Quartalen regelmäßig besser abgeschnitten als erwartet, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Diese öffnen ihre Bücher allerdings erst ab Dienstag.

Bei den Konjunkturdaten richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die Zahlen zur britischen Industrieproduktion. Sollten sie ähnlich schwach aus fallen wie die jüngsten Daten aus dem Vereinigten Königreich, gäbe dies den Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Bank von England (BoE) neue Nahrung, sagte CMC-Experte Hewson.

08:01 Uhr

Kernmarke VW im Dezember mit kräftigem Plus

VW Vorzüge
VW Vorzüge 136,54

Der Autobauer Volkswagen hat bei seiner Marke VW vor allem in Asien und Europa im letzten Monat des vergangenen Jahres die Verkaufsbilanz aufpoliert. Lagen die Wolfsburger noch bis einschließlich November bei den weltweiten Auslieferungen hinter dem Vorjahreszeitraum zurück, so sorgte im Dezember vor allem China mit einem kräftigen Plus für eine weitere Steigerung.

Insgesamt lieferte die Marke mit dem blauen VW-Logo im Gesamtjahr 6,28 Millionen Fahrzeuge aus und damit 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilte. Im Dezember lieferte VW 615.200 Autos aus, ein Plus von 13,8 Prozent. In China erzielte VW ein Plus von 22,2 Prozent im Schlussmonat. Bei der Marke stand das Land 2019 für die Hälfte aller verkauften Autos. Auch in Europa und Deutschland stand im Dezember gegenüber dem schwachen Vorjahresmonat ein deutliches Plus, auch weil vor einem Jahr der neue Abgas- und Verbrauchstest WLTP die Modellverfügbarkeit spürbar eingeschränkt hatte.

07:34 Uhr

Siemens hält an Projekt fest: Kohle-Konzern frohlockt

Siemens
Siemens 113,50

Ungeachtet aller Proteste von Klima- und Umweltschützern hat der indische Konzern Adani seine Pläne für ein riesiges Kohlebergwerk in Australien bekräftigt. Das Unternehmen freue sich, mit dem Zulieferer Siemens zusammenzuarbeiten, sagte eine Sprecherin von Adani Australien. Zuvor hatte Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser auf Twitter mitgeteilt, dass der Konzern an dem Auftrag für die Lieferung einer Zugsignalanlage festhalten werde. Siemens habe alle Optionen geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass man allen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen müsse. Zugleich will das Unternehmen ein wirksames Nachhaltigkeitsgremium schaffen, um Umweltfragen in Zukunft besser zu managen.

Bei der Kritik an dem Projekt in Australien geht es neben dem Klimaschutz auch um den Verbrauch von Wasser, die Zerstörung von Lebensraum und den Transport der Kohle über das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt. Der Bau der Carmichael-Mine im nordöstlichen Bundesstaat Queensland sei voll im Gange, so die Adani-Sprecherin. "Wir lassen uns nicht einschüchtern oder davon abhalten, unsere Versprechen einzulösen - für die Menschen in Queensland, die Australier und die Menschen in Entwicklungsländern, die dringend bezahlbare Energie brauchen, um ihnen zu helfen, der Armut zu entkommen."

 

07:05 Uhr

Geplantes US-China-Abkommen beflügelt asiatische Aktien

Vor der für Mittwoch erwarteten Unterzeichung einer Handelsvereinbarung zwischen den USA und China stiegen die asiatischen Aktien auf ein neues 19-Monats-Hoch. "Ein ruhigerer geopolitischer Hintergrund und die Unterzeichnung des Abkommens zwischen den USA und China sind unter dem Strich günstig für das globale Wachstum", sagte Joseph Capurso, Devisenstratege bei CBA. "Das 86-seitige Abkommen wurde jedoch noch nicht veröffentlicht. Es gibt Zweifel, wie umfassend das Abkommen ist und ob das Abkommen von beiden Regierungen vollständig umgesetzt wird."

Die Anleger in China blicken zudem positiv auf die in dieser Woche fälligen Handels- und Wachstumsdaten, die voraussichtlich erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Besserung zeigen werden. China hatte im dritten Quartal das langsamste Wachstumstempo seit fast drei Jahrzehnten verzeichnet. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent. Die Börse in Tokio blieb aufgrund eines Feiertags geschlossen.

06:45 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht