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Düsteres Herbstgutachten Vermeidet den kompletten Lockdown!

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Die Corona-Krise ist noch längst nicht ausgestanden.

(Foto: imago images/Jochen Tack)

Die Corona-Folgen drücken die deutsche Wirtschaft stärker als erwartet nach unten. Den Firmen droht ein eiskalter Winter. Wie schlimm es noch wird, hängt vom Verhalten jedes Einzelnen ab.

Oh weh! Der deutschen Wirtschaft droht ein eiskalter Winter. Wer gehofft hatte, nach dem wochenlangen Lockdown im Frühjahr und den staatlichen Rettungsprogrammen in Billionenhöhe sei das Schlimmste überstanden, sieht sich getäuscht. Die führenden deutschen Wirtschaftsforscher geben sich einmütig pessimistisch: Der Zeitpunkt, an dem die deutsche Wirtschaft die Stärke und Schlagkraft wie vor der Corona-Krise erreicht hat, verschiebt sich immer weiter nach hinten. Schlimmer noch: Er ist noch gar nicht in Sicht.

Da kann es nicht trösten, dass die übrigen Volkswirtschaften der Welt kaum schneller aus dem tiefen Corona-Tal kommen. Entwicklungs- und Schwellenländer leiden noch deutlich stärker. Als einzige große Volkswirtschaft, die im laufenden Jahr über den Vorjahreswerten liegt, gilt China. Ausgerechnet das Land, in dem das Corona-Desaster seinen Ausgang nahm.

Die Welt wartet auf einen verlässlichen Impfstoff. Das zieht sich. Gerade wurde die zweite von fünf vielversprechenden Impfstoffstudien wegen auffälliger Erkrankungen der Probanden gestoppt. Die Bundesregierung tut derweil viel, um ein Desaster zu vermeiden. So sollen unter anderem Hilfen für Selbstständige und Unternehmen bis weit ins kommende Jahr hinein verlängert werden - klassische Konjunkturpolitik.

Es ist längst ausgemacht, dass Spätfolgen der Corona-Zeit dauerhaft zu spüren sein werden. Etliche Dienstreisen werden auch nach einer Entspannung der Lage sicherlich durch Video-Konferenzen ersetzt - was der Reisebranche dauerhaft zusetzen dürfte. Und dass es bequemer ist, selbst Produkte des täglichen Bedarfs online statt in den Läden zu kaufen, hat sich bei vielen Menschen ebenfalls eingebrannt.

Wie schlimm der dauerhafte wirtschaftliche Schaden und die Folge für Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland aber wirklich wird, liegt nicht nur bei den Herrschaften aus der Politik, er liegt bei jedem Einzelnen. Nur wenn wir es schaffen, uns an die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln und das für viele unkomfortable und als Einschränkung empfundene Tragen von Masken zu halten, scheint ein zweiter kompletter Lockdown zu vermeiden. Käme der, wären noch brutalere Folgen für die Wirtschaft die Konsequenz. Wir müssen alles tun, um ein solches Abwürgen der Wirtschaft zu vermeiden.

Quelle: ntv.de