Marktberichte

Trump spricht schon von 30.000 Dow überspringt 25.000-Punkte-Marke

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(Foto: imago/Pacific Press Agency)

An der New Yorker Wall Street geht die Rally weiter. Der Dow Jones klettert auf bislang noch nicht erreichte Höhen. Unterstützt wird die gute Stimmung vom überraschend starken Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft.

An der New Yorker Wall Street geht der Gipfelsturm weiter: Die großen Indizes markierten neue Bestmarken. Der Dow Jones stieg um 0,6 Prozent und schloss bei 25.075 Punkten. Er notierte damit erstmals über der 25.000-Punkte-Marke. Und US-Präsident Donald Trump schraubte die Erwartungen umgehend noch höher: "Ich glaube, unsere neue Nummer ist 30.000." Der S&P500 legte 0,4 Prozent auf 2724 Zähler zu. Der Nasdaq Composite stieg um 0,2 Prozent auf 7078 Punkte.

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Der Dow hatte erst vor knapp einem Jahr die Hürde von 20.000 Punkten genommen. Dies geschah wenige Tage nach der Amtseinführung von Trump, der damals milliardenschwere Konjunkturprogramme und eine Deregulierung der Banken angekündigt hatte.

Unterstützt wurde die gute Stimmung vom überraschend starken Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft. Die Firmen stellten dem Personaldienstleister ADP zufolge mit 250.000 Mitarbeitern 60.000 mehr ein als erwartet. Es war der größte monatliche Zuwachs seit März. Die Umfrage gibt den Anlegern einen Vorgeschmack auf die amtlichen Daten vom US-Arbeitsmarkt, die am Freitag erwartet werden. Die Fed hat im Dezember auf den andauernden Boom am amerikanischen Stellenmarkt mit der dritten Zinserhöhung im Jahr 2017 reagiert.

Gebremst wurde der Dow allerdings durch Intel. Die Titel des Chip-Weltmarktführers fielen um 1,6 Prozent, nachdem sie am Mittwoch schon 3,4 Prozent verloren hatten. Ein von Intel seit Jahren verkaufter Mikroprozessor hat eine Sicherheitslücke, die es Hackern ermöglichen kann, Passwörter auszulesen. Auch Chips des Rivalen AMD bergen laut Experten Risiken. AMD setzten aber ihren Aufwärtstrend vom fort und gewannen 4,1 Prozent, nachdem sie am Mittwoch schon 5,2 Prozent zugelegt hatten.

Abwärts ging es mit Tesla: Der Elektroauto-Pionier enttäuschte Anleger mit seinen Absatzzahlen und weiteren Verzögerungen bei der Fertigung seines Hoffnungsträgers Model 3. Die Aktien verloren 1,0 Prozent.

Im großen Bogen warfen Anleger Aktien von Kaufhausketten wie Macy's oder J.C. Penney aus den Depots. Die durch den Online-Handel in Bedrängnis geratenen Einzelhändler mit ihren Läden hatten im Weihnachtsgeschäft zwar mehr umsetzen können, doch reichte das Investoren nicht, die keine nachhaltige Verbesserung der Geschäftslage sahen. Die Scheine von Macy's fielen 3,5 Prozent, die von J.C. Penney 1,2 Prozent.

Walgreens Boots und Rite Aid verloren 5,1 beziehungsweise 2,8 Prozent. Die Apothekenkette Walgreens hatte einen Gewinnrückgang von über 20 Prozent ausgewiesen und auf eine Abschreibung beim chinesischen Vertriebspartner Guangzhou Pharmaceuticals verwiesen. Rivale Rite Aide enttäuschte mit seiner Umsatzentwicklung.

In Frankfurt ging der Dax 1,5 Prozent höher auf 13.168 Punkten aus dem Handel und machte damit die Verluste seit der Woche vor Weihnachten wieder wett. Von seinem Anfang November erreichten Rekordhoch von 13.525 Punkte ist er aber noch ein Stück entfernt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Der EuroStoxx50 gewann 1,7 Prozent auf 3569 Zähler. "Funken des Rekordrauschs an der Wall Street springen auf das Frankfurter Börsenparkett über", sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX. Der starke Euro ließ laut Händlern aber keine Euphorie aufkommen.

Quelle: ntv.de, wne/rts