Marktberichte

Dow Jones bleibt über 30.000 Konjunkturhilfen locken an die Wall Street

Dow Jones und S&P 500 bleiben nahe an Bestmarken dran.

Dow Jones und S&P 500 bleiben nahe an Bestmarken dran.

(Foto: dpa)

Nach langem Streit scheint sich eine Einigung im US-Kongress hinsichtlich eines Corona-Hilfspakets abzuzeichnen. Das ist für den Dow Jones eine Stütze. Eine Megafusion in der Cannabis-Branche lässt zudem die Kurse nach oben schnellen.

Bewegung im Streit um staatliche Konjunkturhilfen in den USA lockt Anleger an die Wall Street. In Erwartung der Ergebnisse der geldpolitischen Beratungen der Notenbank (Fed) hielten sie sich heute mit größeren Käufen allerdings zurück. Außerdem dämpfe die weiter grassierende Coronavirus-Pandemie die Kauflaune, sagte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities.

Für den Technologie-Index Nasdaq reichte es mit einem Plus von 0,5 Prozent dennoch zu einem Rekordhoch von 12.687 Punkten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 notierten jeweils kaum verändert bei 30.155 beziehungsweise 3701 Zählern, blieben damit aber auf Tuchfühlung mit ihren Bestmarken. Demokraten und Republikaner im US-Kongress hätten sich zwar noch nicht auf ein Paket geeinigt, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. "Sie bewegen sich aber eindeutig in die richtige Richtung. Ein Deal wird bald bekanntgegeben."

Bitcoin klettert auf Rekordhoch

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Wenig Impulse versprachen sich Börsianer von den Beratungen der US-Notenbank. Die Fed werde die Anleihekäufe wohl nicht aufstocken, prognostizierte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Aber sie wird sicherstellen, dass der Markt weiß, dass sie die Unterstützung nicht reduzieren und bei Bedarf mehr tun wird."

Unterdessen durchbrach Bitcoin die psychologisch wichtige 20.000er Marke und stieg um fast sieben Prozent auf ein Rekordhoch von 20.782,2450 Dollar. "Dadurch wird das allgemeine Interesse an Kryptowährungen über die Weihnachtszeit entflammt", prognostizierte Ayush Ansal, Chef des Hedgefonds Crimson Black Capital. "Die Leute beginnen wieder, an Bitcoin zu glauben." Das galt auch für Firmen aus Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co. zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen.

Megafusion in Cannabis-Branche

Unterdessen schwebten die Eigner von Aphria und Tilray auf Wolke sieben. Die geplante Fusion der beiden Cannabis-Produzenten bescherte den Titeln Kursgewinne von zeitweise 6,5 beziehungsweise mehr als 26 Prozent. Mit Aphria schlucke Tilray den einzigen kanadischen Cannabis-Produzenten, der dauerhaft nennenswerte operative Gewinne mache, kommentierte Analystin Vivien Azer vom Vermögensverwalter Cowen.

Quelle: ntv.de, ysc/rts

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