Marktberichte

Donald Trump wird US-Präsident Ölpreise fallen, Gold steigt

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Klarer Wahlsieg in den USA: Rohstoff-Anleger rechnen mit konjunkturellen Turbulenzen.

REUTERS

Der unerwartet deutliche Wahlausgang in den USA bringt die Rohstoffpreise ins Rutschen. Die Angst vor einer Ära des Protektionismus in der weltgrößten Volkswirtschaft legt sich wie ein dunkler Schatten über den Handel. Gold zieht massiv an.

An den Rohstoffmärkten starren Beobachter nach der US-Wahl auf umfangreiche Verwerfungen. Hektisch versuchen Investoren, ihre Anlagestrategien auf das neue Szenario einzustellen: Der mit Abstand größte Ölverbraucherstaat der Erde wird aktuellen Hochrechnungen zufolge künftig von Donald Trump regiert.

Mit Beginn der langen Wahlnacht traten die Notierungen beim Rohöl im US-Handel zunächst noch auf der Stelle, fielen aber bereits im asiatischen Handel massiv um über 3 Prozent zurück. Händler verwiesen auf den sich abzeichnenden Wahlsieg von Donald Trump, der bei der Auszählung der Stimmen überraschend deutlich in Führung ging.

Viele Anleger fürchten eine Ära des weltweiten Protektionismus, sollte Trump tatsächlich ins Weiße Haus einziehen, heißt es. Trump hatte die Einführung neuer Zölle, eine Beschränkung der Einwanderung und Neuverhandlungen von Handelsverträgen angekündigt. Damit wäre der Höhepunkt der Globalisierung überschritten, heißt es.

Die ersten Reaktionen bei den Rohstoffpreisen deuten darauf hin, dass die Masse der Anleger unter Trump als US-Präsidenten mit konjunkturellen Schwierigkeiten rechnet: Rohöl der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 45,28 Dollar und damit 76 Cent oder 1,6 Prozent weniger als am Vorabend. Der Preis für Öl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 78 Cent oder 1,7 Prozent auf 44,20 Dollar.

Gesucht sind die sogenannten sicheren Häfen wie etwa Edelmetall. Die Angst der Investoren angesichts eines sich abzeichnenden Wahlsiegs von Donald Trump treibt den Preis für Gold kräftig an. Im asiatischen Handel legt der Goldpreis zeitweise um 5,4 Prozent zu. Zum Übergang in den europäisch geprägten Handel liegt Gold gut 4 Prozent über dem Vortagesnivau.

Eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) notiert am Morgen in der Spitze bei 1337,38 Dollar (1211 Euro). Das ist der höchste Stand seit Ende September. Zusätzlicher Rückenwind kommt hier von der Dollar-Schwäche, die das Edelmetall für Käufer aus dem Nicht-Dollarraum verteuert. Gesucht sind auch Anleihen, weil auch sie als Fluchthafen in unsicheren Börsenzeiten gelten.

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Quelle: n-tv.de, mmo/DJ

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