Marktberichte

Hilfspaket hellt Stimmung auf Wall Street schaltet wieder auf Erholung

imago98826720h.jpg

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Nach leichten Verlusten am Vortag kehrt die Wall Street am Mittwoch auf die Gewinnerstraße zurück. Die steigenden Kurse beruhen vor allem auf der Hoffnung, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie früher als erwartet zurückgenommen werden.

In der Hoffnung auf ein Abflauen der Coronavirus-Pandemie decken sich Anleger wieder mit US-Aktien ein. Der Standardwerteindex Dow Jones stieg am Mittwoch in New York um 3,4 Prozent auf 23.434 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gewann 2,6 Prozent hinzu, der breit gefasste S&P 500 3,4 Prozent.

Obwohl die USA mit 1800 eine Rekord-Anzahl von Corona-Toten binnen eines Tages zu beklagen haben, sagte Präsident Donald Trump, die Krise nähere sich ihrem Höhepunkt. "Händler versuchen den Tiefpunkt eines Aktienkurses vorherzusagen und Wissenschaftler den Höhepunkt der Pandemie", sagte Jasper Lawler, Chef-Analyst des Online-Brokers LCG. "Beides führt typischerweise zu jeder Menge Fehlprognosen bis sich eine als die richtige herausstellt."

Als weiteren Stimmungsaufheller für den Aktienmarkt nannten einige Börsianer den Plan der US-Regierung für ein zusätzliches 250 Milliarden Dollar schweres Corona-Hilfspaket. Mit dem Geld will sie kleinen Firmen unter die Arme greifen.

Hoffnung auf Öl-Einigung

S&P 500
S&P 500 3.978,11

Unterdessen hofften Börsianer weiter, dass sich die "Opec+", zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören, bei ihrem Treffen am Donnerstag auf eine deutliche Reduzierung der Fördermengen einigt. Sollten die USA mit der "Opec+" an einem Strang ziehen, könnte selbst eine relativ geringe Drosselung um zehn Millionen Barrel pro Tag dem Ölpreis kräftigen Schub verleihen, prognostiziert Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Ohne die USA an Bord würde selbst eine Reduzierung um 15 Millionen Barrel den Preis wohl nicht über 40 Dollar hieven."

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 113,47

Das Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI gewann 11,4 Prozent auf 26,32 Dollar, die europäische Sorte Brent stieg um 5,7 Prozent auf 33,69 Dollar. Die Aktien des Ölkonzerns Chevron verloren dennoch 3 Prozent. Die Papiere der Schieferöl-Förderer Marathon und Apache gaben bis zu 5,3 Prozent nach. Exxon und Occidental legten leicht zu. Gerade Schieferöl-Förderer würden von einer Förderbremse besonders stark profitieren, da sie wegen des aufwendigen Fracking-Verfahrens Experten zufolge erst ab einem Ölpreis von etwa 50 Dollar kostendeckend arbeitet.

UPS profitiert von Amazon

Gefragt waren auch die Titel von UPS, die sich um bis zu 6,4 Prozent verteuerten. Auftrieb gab dem Paketzusteller die Ankündigung von Amazon, den eigenen Lieferdienst in den USA vorläufig einzustellen. Dem "Wall Street Journal" zufolge will der Online-Händler die frei werdenden Ressourcen und Mitarbeiter dazu nutzen, der stark gestiegenen Bestellungen Herr zu werden. Die Papiere von Amazon legten um 0,5 Prozent u.

Der Kurs der Papiere von Moleculin verbuchten einen Rekord-Kurssprung von 165 Prozent auf 1,23 Dollar. Die Pharmafirma hatte ermutigende Testergebnisse für ein Corona-Medikament veröffentlicht. Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen den Erreger Covid-19 vermeldete Konkurrent Aker. Dessen Aktien stiegen in der Spitze um 22 Prozent auf 6,96 Dollar.

Quelle: ntv.de, chr/DJ/rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen